Diskussion um Wahlalter: Österreicher gegen eine Absenkung auf 16 Jahre!
- 71 Prozent laut Umfrage gegen Ö-Konvent-Vorschlag
- Ablehnung: Parteien-Engagement für neue Verfassung
·SPÖ gegen Fiedlers
Verfassungsentwurf
Ö-Konvent: Debatte könnte noch viele Jahre dauern
Nur wenig abgewinnen können die Österreicher der im Zuge der Arbeit des Österreich-Konvents diskutierten Absenkung des Wahlalters. Eine Umfrage des OGM-Instituts (499 Telefoninterviews, 14. Jänner) hat ergeben, dass 71 Prozent eine Senkung auf 16 Jahre komplett ablehnen.
Die Umfrage für den ORF-Report ergab auch: 16 Prozent können sich vorstellen, dass zumindest auf Landes- oder Gemeindeebene schon mit 16 gewählt wird, wie sie Konvents-Präsident Franz Fiedler vorgeschlagen hat. Zehn Prozent wollen das Wahlalter 16 generell für alle Wahlen.
Mehr, wenn auch keine überwältigende Zustimmung findet die von der ÖVP forcierte Forderung nach Einführung der Briefwahl. 52 Prozent unterstützen die Forderung, 42 Prozent lehnen sie ab.
Keine gute Meinung haben die Österreicher vom Engagement der Parteien für eine neue Verfassung. 66 Prozent konnten oder wollten sich nicht festlegen, welche Partei sich besonders für eine Reform der Verfassung einsetze. 17 Prozent sprachen das der ÖVP zu, 12 Prozent der SPÖ. Vier Prozent sind der Meinung, dass die Grünen besonders engagiert sind, zwei Prozent glauben das von den Freiheitlichen.
Auf die Frage, welche Partei sich besonders gegen eine Verfassung einsetze, gaben 77 Prozent keine Antwort. Acht Prozent halten die SPÖ für ablehnend, sieben Prozent nannten die FPÖ, vier Prozent die ÖVP und drei Prozent die Grünen. (apa)
