Österreicher für politische Quereinsteiger:
In Alpenrepublik ist Einstieg aber schwer
- Schwarzenegger als Landeshauptmann chancenlos
- Das Ansehen der Politiker ist weiter im Sinken
Für die Mehrheit der Österreicher ist Politik keine "Spezialistensache". Nach einer IMAS-Umfrage meinen 53 Prozent der Befragten, wer sich bereits auf anderen Gebieten durchgesetzt habe, werde auch in der Politik erfolgreich sein. Trotzdem hätte Arnold Schwarzenegger keine Chance gehabt: Nur für 27 Prozent der Österreicher wäre der kalifornische Gouverneur als Landeshauptmann vorstellbar gewesen.
Über die "Grundposition zum Quereinsteigen in die Politik" erklärten 53 Prozent, es komme vor allem darauf an, ob jemand ganz allgemein bestimmte Fähigkeiten besitze. Wer sich bereits auf anderen Gebieten durchgesetzt habe und zu Ansehen gelangt sei, werde wahrscheinlich auch in der Politik erfolgreich sein. Darum sei man dafür, dass Quereinsteiger in die Politik geholt werden.
Nur 30 Prozent meinten, es sollten ausschließlich solche Personen für den Nationalrat aufgestellt werden, "die sich schon vorher in ihrer Partei bewährt und politische Erfahrungen gesammelt haben." Diese Gruppe halte somit nichts von Quereinsteigern, die über Nacht Politiker sein wollen.
In der Praxis hätten es laut IMAS Quereinsteiger hier zu Lande recht schwer, die Akzeptanz der Österreicher zu finden. Schwarzenegger wäre jedenfalls mit großer Wahrscheinlichkeit durchgefallen, falls er sich in irgendeinem Bundesland um das Amt eines Landeshauptmannes beworben hätte. Für 49 Prozent wäre er nicht in Betracht gekommen.
Das Ansehen der Politiker befindet sich in Österreich weiterhin auf der Rutschbahn. Nur mehr ein Viertel der Erwachsenen vertrat zuletzt die Auffassung, man müsse große Fähigkeiten haben, um in Wien Nationalratsabgeordneter zu werden, jeder Zweite bestreitet dies. Vor drei Jahrzehnten sei das Zahlenverhältnis noch umgekehrt gewesen. (apa)
