Volkswagen fährt Richtung Hollywood: Autos sollen öfter auf Leinwand auftauchen
- Product-Placement: Marke in den USA emotionalisieren
- PLUS: Die Werbe-Strategie des Auto-Konzerns im Detail
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Die ersten BILDER des kompakten Raumwunders
Der Wolfsburger Autokonzern Volkswagen setzt in der Promotion seiner Fahrzeuge auf Hollywood. Der Konzern hat laut New York Times einen längerfristigen Vertrag mit NBC Universal abgeschlossen, der VW die Platzierung der Autos in verschiedenen Programmen und bei Events ermöglicht.
Der Deal kostet VW geschätzte 200 Mio. Dollar und garantiert die Präsenz in Filmen der Universal-Studios und in TV-Programmen, die auf NBC oder Netzwerken wie Bravo, SciFi und USA laufen. Zusätzlich kommen VWs in DVDs und in den Universal-Themenparks in Kalifornien, Florida und Spanien zum Einsatz.
Klassische Werbung
Neben diesem Engagement bleibt die klassische Werbung jedoch nach wie vor ein wichtiger Faktor des Kommunikationsauftrittes in den USA. Im Jahr 2003 haben Volkswagen und seine Händler 661,9 Mio. Dollar für Werbung in traditionellen US-Medien ausgegeben. Von Jänner bis September 2004 waren es 437,5 Mio. Dollar. Bei VW nimmt laut einem Unternehmenssprecher Product Placement einen immer größeren Stellenwert ein. Bis dato war nur der VW-Beetle in dem Cartoon "Shorties Watchin Stories" zu sehen.
VW am Set
Die Langzeit-Präsenz von VW bei NBC Universal wird auch zu einem Büro auf dem Gelände der Universal-Studios führen, um Entscheidungen direkt am Set treffen zu können und sich in das Filmbusiness einzuarbeiten. Zusätzlich sollen Texter und Interessierte in den kreativen Entstehungsprozess der Werbung miteinbezogen werden. Das Ziel in den USA ist die Emotionalisierung der Volkswagen-Modelle, da sie bis jetzt nur bekannt sind für ihre Technologie und ihre Qualität.
Product-Placement-Flut
VW ist mittlerweile aber nur einer von vielen Konzernen, die ihre Produkte in der Medienlandschaft platziert haben wollen. Kritiker haben in den vergangenen Monaten bereits gegen die Product-Placement-Flut im US-TV protestiert. Der Konsumentenschützer Ralph Nader hatte 2004 bereits eine Anfrage an die Federal Communications Commission und die Federal Trade Commission gerichtet bezüglich einer automatisierten Anzeige auf den TV-Bildschirmen, die immer dann erscheint, wenn die Konsumenten mit Product Placement konfrontiert werden. Andere befürchten ein ähnliches Schicksal wie bei herkömmlicher Werbung, wenn Product Placement aufgrund der Dichte dann nicht mehr wahrgenommen wird. (pte)
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