Volkswagen und Co. fahren auf Sparkurs: Die deutschen Autobauer senken 05 Kosten
- VW und Mercedes verfehlten 2004 Verkaufsziele leicht
- PLUS: Warum die Smart-Pläne auf Eis gelegt wurden

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Die deutschen Automobilbauer wollen sich 2005 nicht auf die bei der Automesse in Detroit präsentierten neuen Modelle verlassen und setzen weiter auf Sparprogramme. Im abgelaufenen Jahr haben VW und Mercedes ihre ursprünglichen Verkaufsziele leicht verfehlt.
Im Bild: Mercedes CLS
Der Volkswagen-Konzern steigerte seinen Absatz 2004 nur wegen der Zuwächse bei der Oberklasse-Tochter Audi um 1,3 Prozent auf knapp 5,08 Mio. Fahrzeuge, blieb damit aber hinter den angepeilten 5,1 Millionen zurück. Beim deutsch-amerikanischen Autobauer DaimlerChrysler machte der Erfolg der US-Tochter Chrysler den Rückgang bei der Nobelmarke Mercedes wett.
Smart tritt auf die Bremse
Beim Kleinstwagen Smart, der sein Absatzziel 2004 ebenfalls verfehlte, tritt der neue Mercedes-Chef Eckhard Cordes angesichts anhaltender Verluste erst einmal auf die Bremse. Pläne für den Bau neuer Smart-Modelle hat Cordes auf Eis gelegt, so lange Optionen geprüft würden, wie die Marke profitabel werden könne. Dazu gehöre auch der Smart-Geländewagen "ForMore", der der Marke in den USA zum Durchbruch verhelfen sollte. Ob DaimlerChrysler immer noch erwarte, dass Smart 2006 einen Gewinn erzielen werde, sagte Cordes nicht.
Schwacher Optimismus
Seit dem Start vor sechs Jahren hat die Marke dem Konzern Milliardenverluste beschert. Im vergangenen Jahr verfehlte Smart mit 139.600 an die Kunden ausgelieferten Modellen (plus 22 Prozent) das angepeilte Absatzziel von 155.000 Einheiten. Für das neue Jahr gaben sich nur die deutschen Oberklasse-Hersteller zuversichtlicher, obwohl auch sie sich Sorgen um den anhaltend schwachen Dollar machen.
Gewinner und Verlierer
Der Pkw-Absatz von DaimlerChrysler stieg 2004 insgesamt um 2,1 Prozent auf 3,9 Mio. Einheiten. Während Chrysler um 3,5 Prozent zulegte, stagnierte die deutsche Mercedes Car Group nach den Modellwechseln bei der C- und A-Klasse bei 1,2 Mio. Autos und verfehlte ihr Ziel eines leichten Absatzzuwachses. Bei VW legte nur Audi um 1,2 Prozent auf den Rekordwert von 799.000 Autos zu, der Absatz mit der eigenen Marke fiel dagegen um 0,3 Prozent auf 3,06 Mio. Einheiten. Von BMW und Porsche wurden Absatzzahlen im Lauf des Montag erwartet.
Neuheiten
Neue Modelle sollen Mercedes und Audi 2005 auf die Sprünge helfen. "Unsere Verkaufszahlen werden dieses Jahr anziehen", sagte Cordes in Detroit, ohne Zahlen zu nennen. Die VW-Tochter Audi rechnet ebenfalls mit einem steileren Absatzwachstum: "Das werden wir toppen", sagte Audi-Chef Martin Winterkorn mit Blick auf die 1,2 Prozent Zuwachs im vergangenen Jahr. Der Chef des Volumenherstellers VW, Bernd Pischetsrieder, erwartet hingegen erneut ein schwieriges Jahr.(apa/red)
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