Unfalltote im Luftverkehr weiter gesunken:
2004 war mit 514 Toten das sicherste Jahr
- Flugzeuge moderner, Wartung & Pilotenausbildung top
- Frachtflieger als großes Sorgenkind im Luftraumverkehr
·AUA senkt die Treibstoffzuschläge
Dafür stärkt die Austrian den Transferverkehr
·Schon jeder Zehnte flog mit Billig-Airline!
Österreicher sind "recht zufrieden" mit Leistungen
2004 geht in die Geschichte des internationalen Luftverkehrs als Rekordjahr mit den bisher wenigsten Unfalltoten seit Beginn des Düsenzeitalters vor rund 40 Jahren ein. Bei 57 Unfällen weltweit kamen 514 Menschen ums Leben. Damit wurde die Zahl von 2003 (674 Tote) um 23 Prozent unterboten. Das hat das deutsche Flugunfallbüro JACDEC für das Zivilluftfahrt-Magazin "Aero International" ermittelt.
In den vergangenen zwölf Monaten ereignete sich laut "Aero International" nur ein Unfall mit mehr als 100 Opfern: Am 2. Jänner vorigen Jahres stürzte eine zweistrahlige Boeing 737 der Flash Airlines in Ägypten ab. Dabei überlebte niemand von den 148 Crewmitglieder und Passagiere. Die Bilanz des Jahres 2004 wäre noch positiver ausgefallen, wenn nicht zwei Terroranschläge tschetschenischer Rebellen zum Absturz von zwei Flugzeugen der Sibir Airlines und von Wolga Aviaexpress geführt hatten. 94 Menschen wurden in den Tod gerissen.
Keine der größeren Fluggesellschaften Europas, Amerikas, Asiens und Australiens war im Jahre 2004 in einen Unfall mit fatalen Folgen verwickelt. Wie die britische Fachzeitschrift "Flight International" ermittelte, ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugunfall ums Leben zu kommen, seit dem Ende der siebziger Jahre um sechs Mal kleiner geworden.
Sorgenkind der internationalen Luftfahrt bleibt dem Bericht von "Aero International" zufolge die gleichfalls weiter stark expandierende Frachtfliegerei. Allein 23 Frachtflugzeuge gingen im vergangenen Jahr durch Unfälle verloren. Damit entfielen 40 Prozent aller Totalverluste im Jahre 2004 auf Frachter. Das bedeutet eine Steigerung um 25 Prozent gegenüber 2003.
(apa/red)
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