Freitag, 14. Jänner 2005

Aktuelle Reise-Umfrage: Kriminalität bereitet den Österreichern große Sorgen

  • Für 50 Prozent ist Sicherheit vor Katastrophen wichtig
  • Auch auf Direktflug legt die Mehrheit großen Wert

Auch nach der Flutkatastrophe in Südostasien gilt die Sorge der Österreicher bei Fernreisen in erster Linie der Kriminalität im Urlaubsland. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "market" hervor. Die überwiegende Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass die Touristen wieder in die betroffenen Länder kommen, wenn die Zerstörungen des Tsunamis beseitigt sind.

"market" führte im Jänner telefonische Interviews mit 403 repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren ausgewählten Personen durch.

Sicher vor Kriminalität
Wie sich dabei herausstellte, ist für 61 Prozent der Befragten sehr wichtig, dass die Urlaubsregion sicher vor Kriminalität ist, und für 55 Prozent, dass die einen Direktflug von Österreich aus haben. 51 Prozent legen Wert darauf, dass die Destination in Bezug auf Naturkatastrophen wie beispielsweise Erdbeben, Wirbelstürme und Überschwemmungen als sicher gilt.

Wunsch, informiert zu sein
Viele Reiselustige finden es wichtig, über das Leben und die Sitten im Gastland informiert zu sein (47 Prozent). 43 Prozent wünschen sich ausreichend Möglichkeit zum Sonnenbaden und 42 Prozent ein reichhaltiges Kulturangebot.

Kaum Infos über Gefahren
Obwohl mehr als jeder Zweite angibt, dass es sehr wichtig sei, im Urlaub sicher vor Naturkatastrophen zu sein, hält sich das Informationsbedürfnis dennoch in Grenzen: Nicht einmal jeder Fünfte (19 Prozent) informierte sich in der Vergangenheit bei Fernreisen über eventuelle Risiken. Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) hat überhaupt keine Informationen eingeholt.

Keine langfristigen Schäden
Einig sind sich die Österreicher darin, dass die Flutkatastrophe den Fremdenverkehr in den betroffenen Ländern nicht langfristig schädigt. 90 Prozent sind der Meinung, dass, sobald die Schäden beseitigt sind, die europäischen Touristen wieder in die betroffenen Gebiete kommen. Nur neun Prozent glauben daran, dass Urlauber auf Jahre hinweg ausbleiben werden, ein Prozent machte keine Angabe. (apa)

14.1.2005 14:21