Touristiker spüren Flaute in Deutschland: Weniger Gäste vom großen Nachbarland
- Deutsche Touristen machen 36 Prozent Marktanteil aus
- Auf heimische Touristiker wartet "schwieriges Jahr"

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Der österreichische Tourismus hat zwar 2004 weiter insgesamt Zuwächse bei Ankünften und Umsätzen verzeichnet, im wichtigsten Herkunftsmarkt - Deutschland - wurden aber Rückgänge verzeichnet. Die Zahl der Ankünfte deutscher Gäste ging im Vorjahr um 1,6 Prozent bzw. 160.000 Gäste auf 10,3 Millionen zurück.
Deutschland stellt mit 36 Prozent Marktanteil den größten Herkunftsmarkt für den heimischen Tourismus, gefolgt von Österreich (31,8 Prozent). Angesichts der weiter anhaltenden Konjunkturflaute in Deutschland sei auch heuer mit einem "schwierigen Jahr" zu rechnen, bemerkte der Geschäftsführer der Österreich Werbung, Arthur Oberascher.
75 Millionen Urlaubstage weniger
Einer Studie zufolge lassen die deutschen Arbeitnehmer aus Angst vor dem Verlust ihres Jobs pro Jahr 75 Mio. Urlaubstage verfallen. Das bekomme auch der österreichische Tourismus zu spüren, so Oberascher. Es werde auch beim Urlaub gespart: "Die Gäste bleiben kürzer und geben weniger aus".
Neue Hoffnungsmärkte
Neben Deutschland wird heuer der Fokus auch auf neue Hoffnungsmärkte wie Taiwan, Südamerika und die arabischen Länder gelegt. In Österreich will Oberascher heuer verstärkt gegen "Eitelkeiten und Kirchturmdenken", "Selbstverliebtheit" und mangelnde Kundenorientierung im kleinstrukturierten österreichischen Tourismus auftreten, da dies "eine große Ressourcenverschwendung" sei.
Höhere Wertschöpfung
Die Wertschöpfung im österreichischen Tourismus ist laut vorläufigen Berechnungen des Wifo 2004 um 3,7 Prozent auf 22,4 Mrd. Euro gestiegen, der Anteil des Tourismus am BIP erhöhte sich dabei von 9,6 auf 9,7 Prozent. Die Zahl der Nächtigungen stagnierte bei 118 Millionen, die Zahl der Ankünfte erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 28,6 Millionen. Bei den Herkunftsmärkten sei der heimische Tourismus dabei internationaler geworden, was als Erfolg zu werten sei, betonte ÖW-Sprecherin Christa Lausenhammer. (apa)
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