Montag, 10. Jänner 2005

Olivenöl kann das Krebsrisiko senken: Gutes Zeugnis für die mediterrane Küche

  • Neue Studie belegt die gesundheitsfördernde Wirkung
  • PLUS: Neue wissenschaftliche Ergebnisse im Überblick

Wissenschafter der Northwestern University haben nachgewiesen, warum eine an Olivenöl reiche Ernährung das Risiko einer Erkrankung an Brustkrebs verringert. Entscheidend ist dafür die Ölsäure.

Der leitende Wissenschafter Javier Menendez erklärte, dass diese Ergebnisse epidemiologischer Studien bestätigten, die zeigten, dass die mediterrane Ernährung eine deutlich schützende Wirkung gegen Krebs, Herzerkrankungen und Alterung hat.

Studien-Ergebnisse
Labortests mit Brustkrebszellen zeigten, dass diese Säure die Werte des Gens Her-2/neu deutlich reduzierte, das für die Entstehung der Krankheit verantwortlich gemacht wird. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Annals of Oncology veröffentlicht. Vertreter von Cancer Research UK und Breakthrough Breast Cancer forderten laut BBC eine genauere Erforschung.

Ölsäure verbessert Heilungschance
Ölsäure verringerte die Werte von Her-2/neu, das bei mehr als einem Fünftel der Brustkrebspatientinnen in großen Mengen nachgewiesen wurde. Dieses Gen wird mit sehr aggressiven Tumoren und schlechten Heilungschancen in Verbindung gebracht. Die Ölsäure unterdrückte nicht nur die Aktivität des Gens, sie verbesserte auch die Wirkung des Medikaments Herceptin.

Resistenz verhindern
Laut Javier Menendez sei es denkbar, dass Olivenöl eine Resistenz gegen Herceptin bei Patientinnen mit hohen Her-2/neu Werten verzögern oder verhindern könne. Menendez betonte jedoch, dass Laborergebnisse nicht immer direkt auf die klinische Praxis umgelegt werden können. (pte/red)

10.1.2005 16:04
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