Ein Gasthof wie vor 100 Jahren: Top-Koch Jörg Wörther kocht im Mateschitz-Landgut
- NEWS über das "Winterstellgut" auf 950 Meter Seehöhe
- Brot, Speck und auch der Schnaps sind hausgemacht

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Red Bull und sein Mastermind Dietrich Mateschitz sind stets für Überraschungscoups gut. Meist finden diese in der Welt des Motor- und Flugsports statt, beim Restaurant "Ikarus" im Salzburger Hangar-7 bewies Mateschitz, dass er auch in der Kulinarik neue Wege beschreiten will. Mit Eckart Witzigmann als Patron kümmert sich dort der beste österreichische Koch der Gastronomiegeschichte um das kulinarische Niveau.
Im Bild: Jörg Wörther
Roland Trettl steht im Hangar-7 am Herd. Jörg Wörther entwickelt - wie berichtet - seit seinem Abgang von Schloss Prielau das "Carpe Diem Finest Fingerfood" für das im Sommer zu erwartende ungewöhnliche Häppchen-Lokal in der Salzburger Getreidegasse.
Gastronomiejuwel
Nun sperrte kurz vor Weihnachten eher überraschend ein weiteres Gastronomiejuwel im Red-Bull-Portfolio auf. Das "Winterstellgut" ist primär jener Ort, wo Dietrich Mateschitz seine geliebten Haflinger unterbringt. Und weil sich das auf 950 Meter Seehöhe gelegene Landgut auch vorzüglich als Wirtshaus eignet, ließ Mateschitz das zuletzt völlig heruntergekommenen Gemäuer nach dem Motto "wie vor 100 Jahren" zu einer prächtigen Gaststätte umbauen.
Heimelige Stimmung
Dabei kamen die besten Handwerker und Kunsthandwerker der Region zum Einsatz, und es gelang das seltene Kunststück, einen praktisch kitschfreien historischen Gasthof quasi nachzubauen. Den Zirbenstuben, offenen Kaminen, Kachelöfen und schönen Lampen fehlt nur noch ein wenig Patina, die heimelige Stimmung ist schon jetzt einzigartig. Eine Selchkammer, ein Brotbackofen und eine Destillieranlage sollen das "Winterstellgut" weit gehend autark machen.
Wörthers Handschrift
Jene Wirtspersönlichkeit, die dieses Ensemble in Zukunft führen soll, gilt es noch zu finden. Vorerst ist das Idyll jedoch in allerbesten Händen. Jörg Wörther, der bis zum Fingerfood-Start noch ein wenig Zeit hat, kümmert sich vorläufig persönlich um die Küche, mit entsprechenden Folgen. Zwar geht's hier natürlich nicht so hochfein zu wie in seinem verflossenen Vier-Hauben-Restaurant, Wörthers Handschrift ist aber bei jedem Bissen präsent.
Köstlichkeiten
Etwa bei einem grandios komponierten Salatteller "Winterstellgut" (E 6,20) mit Blattsalaten und knackigen grünen Bohnen. Oder bei "Südsteirischen Weinbergschneck'n im Klachl-Ragout" mit süchtig machender Sauce mit zarter Dillnote, einem perfekt gebratenen Hecht auf Cremespinat (E 14,80) oder einem von Wörthers legendären und nicht zu toppenden Schmarrn zum Abschluss.
Um das Heranbrin gen dieser Köstlichkeiten und den rein österreichischen Weinkeller kümmert sich mit Grandezza Roland Neulinger, Wörthers legendärer Maître aus der Ära der "Villa Hiss".
Patronanz
Was dazu gesagt werden muss: Allzu lange werden die beiden in diesem neuen Haus nicht persönlich werken. Ähnlich wie bei Witzigmann im Hangar-7 soll aber auch hier eine Art Patronanz dafür sorgen, dass das "Winterstellgut" auch in Hinkunft einer der besten Landgasthöfe der Nation bleibt.
Ein Tipp zur Anfahrt: Zwischen Abtenau und Annaberg beim Wegweiser "DachsteinWest" abbiegen und den sehr dezenten Schildern mit dem "W" folgen.
Winterstellgut, 5524 Annaberg,
Braunötzhof 4,
Tel.: 0 64 63/600 78,
Mi-So 11-24 Uhr.
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