Spieleschmiede in der Krise: JoWooD gibt Umsatzwarnung für Geschäftsjahr 2004 aus
- Schlechtes Schlussquartal drückt auf das Ergebnis
- Zuletzt trat gesamter Aufsichtsrat überraschend zurück
·Neuer Aufsichtsrat für Spieleschmiede
Andreas Rudas sitzt im Gremium von JoWooD
·JoWood 2004 mit 21,3 Mio. Verlust
PLUS: Neuer Chef erwartet
für heuer die Trendwende
Der börsenotierte Computerspiele-Hersteller JoWooD hat überraschend eine Umsatzwarnung für 2004 abgesetzt. Der steirische Konzern rechent nach einem schwachen vierten Quartal jetzt auch mit Verlusten im Gesamtjahr.
In einer Ad hoc-Mitteilung gab das steirische Unternehmen bekannt, nun einen Umsatz von rund 21 Mio. Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr zu erwarten. Nach dem dritten Quartal hatte es noch geheißen, man gehe von einem Jahresumsatz von 22 bis 25 Mio. Euro aus.
Wie JoWooD weiter mitteilte, seien die Ergebniserwartungen für das vierte Quartal 2004 "deutlich negativ". Schwächen bei den Bestrebungen, das Unternehmen wie geplant international aufzustellen, hätten Sonderwertberichtigungen und Rückstellungen notwendig gemacht, hieß es dazu.
2003 noch mit Gewinn
Finanzvorstand Michael Pistauer sagte zur APA: "Ich gehe auch von einem negativen Egebnis für das Gesamtjahr aus." Die erwartete Höhe wollte er nicht beziffern. 2003 hatte JoWooD noch einen Jahresgewinn von 3,7 Mio. Euro erzielt.
Am Sitz der Gesellschaft in Rottenmann findet nun eine außerordentliche Hauptversammlung (HV) zur Neubesetzung des zuletzt geschlossen zurück getretenen Aufsichtsrats statt. (apa/red)
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