Tsunami - Frühwarnung kann mit Satelliten-Daten stark verbessert werden
- Hauptwelle war am offenen Meer nur 60 Zentimeter hoch
- Aber Wassermassen wurden bis zum Grund bewegt

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Amerikanische Wissenschaftler haben die Satelliten-Daten der Flutwelle im Indischen Ozean aufbereitet und wollen auf dieser Grundlage die Computermodelle für die Tsunami-Frühwarnung verbessern. Anhand der Aufnahmen mehrerer Satelliten konnte die Ausbreitung der Flutwelle auf offener See exakt ermittelt werden, wie Wissenschaftler der Behörde für Ozean- und Wetterforschung (NOAA) am Montag in Washington mitteilten.
Während die Flutwelle mit einer Höhe von mehreren Metern über die Küsten hereinbrach, ist sie auf offener See weitaus geringer. Die Satelliten-Auswertung ergab, dass die Hauptwelle zwei Stunden nach dem Seebeben vom 26. Dezember vor Sumatra etwa 60 Zentimeter hoch war. Nach drei Stunden und 15 Minuten waren es noch 41 Zentimeter und nach acht Stunden nur noch 5 bis 10 Zentimeter. Im Unterschied zu normalen Oberflächenwellen erfasst die Bewegung der Wassermassen beim Tsunami aber die gesamte Tiefe bis zum Meeresboden.
Daten sind zu spät eingetroffen
"Diese Messungen sind einzigartig und von unermesslichem Wert für das Testen und Verbessern von Tsunami-Computermodellen", sagte Lee-Lueng Fu vom JPL-Forschungslabor der NASA in Pasadena. Die Satelliten-Daten vom 26. Dezember seien allerdings zu spät eingetroffen, als dass sie für eine akute Warnung hätten dienen können, erklärte der NOAA-Geophysiker Walter Smith.
Webtipp:
www.noaa.gov
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