Er urlaubte völlig ungestört
- Grassers Urlaubsbombe: Fast täglich Tauchgänge"
- Ruhe tanken statt Urlaubsende nach Tsunami

Karl-Heinz Grasser: Was er auf den Malediven wirklich trieb, was ein Zeuge zu seinen Erzählungen sagt & wie teuer sein Luxusresort ist.
Der großen Welle ist Karl-Heinz Grasser entronnen. Doch die Urlaubsfreuden im hoch noblen Baros Holiday Resort im North-Male-Atoll seien heftigst getrübt gewesen, betonte der Billigflieger nach seiner Rückkehr am 3. Jänner: Ab dem Tag des Tsunami war es kein Urlaub mehr.
Er habe mit Regierungsstellen der Malediven, der Botschaft, die ihm Vermisstenlisten gefaxt habe, und der Tourismusindustrie schier endlose Kontakte gehabt.
Doch was trieb KHG, bei dem sich nach der trotz Tsunami nicht vorgezogenen Rückkehr herausstellte, dass weder, wie behauptet, AUA-Maschinen überbucht waren noch dass ihn maledivische Behörden zum Bleiben aufgefordert hatten, wirklich im Urlaub?
Er genoss den Urlaub sehr. Mohammed Zihunee, Resident Manager des Baros Holiday Resort, in dessen Wasserbungalows das Pärchen KHG und Natalia Corrales-Díez um wohlfeile 662 US-Dollar pro Nacht so der offizielle Listenpreis logierte, Vollpension pro Person 116 US-Dollar täglich extra, weiß auf NEWS-Anfrage nichts davon, dass Grassers Urlaub ab 26. Dezember in Arbeit ausartete. Zihunee: Er genoss den Urlaub sehr. Ein paar Stunden war es unbequem, aber durch das Riff der Insel war hier sehr wenig Wasser. Es gab kaum Probleme. Wir hatten immer Vollbetrieb.
Der Resident Manager von Grassers hochpreisiger Urlaubsabsteige, die international nur deshalb bloß vier von fünf möglichen Sternen erreicht, weil die exklusive Insel so klein ist, dass man keinen Swimmingpool errichten durfte, berichtet, dass Grasser oft, wenn auch nicht täglich tauchen gegangen ist. Dass er mehr als andere Gäste, die ihre Büros oder Familien informiert haben, telefoniert hat, ist uns allen nicht aufgefallen. Ebenso wenig wie Grassers behauptete Kontakte mit Behörden und Tourismusindustrievertretern. Zihunee: Es gab, soviel wir gesehen haben, keinen offiziellen Besuch er konnte ungestört Ruhe und Erholung tanken. Dass man maledivische Minister auf einer Insel mit einem einzigen Bootssteg, die man zu Fuß in zehn Minuten umrunden kann, nicht bemerkt hätte, ist ebenso schwer vorstellbar wie unbemerkte Kurztrips Grassers außerhalb des Ausflugsprogramms.
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