Bormio, wir kommen!
- Ski-WM 05: Die ÖSV-Medaillenhoffnungen
- WM-Fieber: Beinharter Kampf um letzte Startplätze

Das Power-Team: So wollen die rotweißroten Stars triumphieren.
Jung & Alt: Eine neue Skigeneration fordert den Herminator.
Privat carven Österreichs neue Skiprinzessin Marlies Schild und Benjamin Benni Raich, der Blitz aus Pitz, schon seit letztem Sommer in einer gemeinsamen Spur. Bei der Weltmeisterschaft in Bormio und Santa Caterina (28. Jänner bis 13. Februar) könnte das aktuelle Traumpaar des Skizirkus zu den ganz großen Medaillenabräumern gehören. Nach ihren bisherigen Saisonergebnissen haben beide ihren Platz im WM-Team des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) längst fixiert. Mehr noch: Nach ihrem dritten Weltcuperfolg in diesem Winter auf der WM-Piste von Santa Caterina ist die 23-jährige Salzburgerin aus Saalfelden die größte rotweißrote Gold-Hoffnung.
Power-Couple. Auch der 26-jährige Tiroler will bei seiner bereits vierten WM-Teilnahme endlich einmal ganz oben auf dem Stockerl stehen. Im Dezember hat er den Weltcupslalom von Beaver Creek für sich entschieden, musste sich zuletzt in Chamonix nur einem entfesselten Giorgio Rocca geschlagen geben. Raich landete in den bisherigen fünf Riesentorläufen der Saison zweimal auf dem Stockerl und darf sich nach einem dritten Platz in Gröden sogar noch berechtigte Hoffnungen auf einen Startplatz im Super-G machen. In der Kombination und im neuen Teambewerb ist der Pitztaler ohnehin gesetzt. Damit wird Raich bei der kommenden Weltmeisterschaft höchstwahrscheinlich der Marathonmann im österreichischen Team.
Zusammen hat das attraktive Skipärchen Schild/Raich in diesem Weltcupwinter also bereits vier der insgesamt zwölf ÖSV-Siege geholt. Hinter dem Power-Couple mit dem ausgeprägtem Siegeswillen geht der Kampf um eines der begehrten WM-Tickets in den nächsten zwei Wochen in die entscheidende Phase. Fast die Hälfte der 24 Startplätze ist noch völlig offen. Von allem Anfang an ohne jeden Qualifikationsdruck sind nur die Titelverteidiger von St. Moritz ins Rennen gegangen. Michaela Dorfmeister (Super-G) und Michael Walchhofer (Abfahrt) sichern zwei zusätzliche Plätze außerhalb des normalen Kontingents.
Gerangel in der Abfahrt. Vor allem Walchhofer erspart ÖSV-Alpindirektor Hans Pum bei der Nominierung der Abfahrtsmannschaft ein paar schlaflose Nächte. Denn bei fünf von bisher sechs Saisonabfahrten landete der schnelle Hotelier aus Zauchensee immer auf dem Podest. Dazu kommt mit dem erst 23-jährigen Hans Grugger, Sieger der beiden letzten Abfahrten in Bormio und in Chamonix, der Shooting Star der Saison. Der Kraftlackel gilt nach seinem Triumph auf der WM-Piste im Dezember plötzlich als ganz heißer Gold-Tipp. Auch Evergreen Werner Franz hat mit seinem allerersten Abfahrtstriumph in Val dIsère beste Karten für ein fixes WM-Ticket. Dagegen muss sich Skikaiser Hermann Maier vor den zwei Klassikern in Wengen und Kitzbühel mit Olympiasieger Fritz Strobl und den jungen Wilden wie Mario Scheiber um einen Platz im WM-Abfahrtsteam prügeln.
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