Sonntag, 16. Jänner 2005

Um "faire Preise" durchzusetzen: Für Milch müssen wir bald tiefer in Tasche greifen

  • Erhähung durch Pakt zwischen Bauernbund und Handel
  • Billa/Merkur, Spar/Interspar und Hofer ziehen bereits mit

Durch einen "Schulterschluss" von Bauern, Konsumenten und Handel soll es gelingen, faire Preise für heimische Agrarprodukte durchzusetzen. Laut Medienberichten vom Sonntag hat der Österreichische Bauernbund mit heimischen Handelsketten einen "Pakt" geschlossen, dessen "erster Erfolg" eine Milchpreiserhöhung durch den Handel sein werde, von der auch die Bauern profitieren sollen.

"Das ist ein Zeichen der Solidarität des Handels mit der klein strukturierten bäuerlichen Landwirtschaft, die zu höheren Preisen produzieren muss. Dieses Bekenntnis des Handels, für die Landwirtschaft etwas zu tun, ist von sehr großer Bedeutung", wird Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch zitiert.

Unter dem Motto "Geschmack der Heimat" starte daher eine "Generaloffensive" unter der Schirmherrschaft des Österreichischen Bauernbundes, die es den heimischen Bauern und Verarbeitern ermöglichen soll, auf Basis einer fairen und marktkonformen Preisgestaltung Kosten deckend zu produzieren, heißt es.

Ihre Teilnahme am "Grillitsch-Pakt" zugesagt haben laut Bericht bisher die großen Handelsketten Billa/Merkur und Spar/Interspar sowie der Diskonter Hofer.
(apa)

16.1.2005 14:33