Gründungsboom in Wien: WKW registriert mehr neue Firmen in der Bundehauptstadt
- 80 Prozent der Jungfirmen nach 2 Jahren noch existent
Wien erlebt einen Gründungsboom: In den ersten drei Quartalen des Jahres 2004 haben in der Bundeshauptstadt 6.121 Unternehmen das Licht der Welt erblickt. Das sind um ein Fünftel mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres 2003. Laut der Wiener Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank ist damit ein neuer "Gründungsrekord" absehbar. Auch die Überlebensquote der jungen Firmen ist demnach gut.
Nach Angaben der Wiener Wirtschaftskammer steigt vor allem der Anteil der nicht protokollierten Einzelunternehmen an den Betriebsgründungen: Von 52,3 Prozent im Jahr 1993 ist die Zahl inzwischen auf 78,5 Prozent (2004) angestiegen. Mehr als zwei Drittel der Gründer sind jünger als 40 Jahre. Beliebteste Branchen waren Unternehmensberatung und Informationstechnologie, gefolgt von den persönlichen Dienstleistern und der Werbebranche.
Laut Jank existieren 80 Prozent der in Wien neu gegründeten Unternehmen nach dem zweiten Jahr noch. Knapp zwei Drittel sind auch nach fünf Jahren noch aktiv. Unter den Betriebsstilllegungen erfolgen demnach nur 9,8 Prozent durch Insolvenz.
Jank verwies am Dienstagabend vor Journalisten auf das Betreuungsangebot der Kammer: Jungunternehmer erhalten dort ein "Welcome Package" mit einer Übersicht über die wichtigsten Service-Leistungen. Etwa drei bis vier Monate später wird jeder Gründer telefonisch kontaktiert. (apa/red)
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