Post-Privatisierung: ÖVP unterstützt
Börsengang der österreichischen Post
- Post-General Wais wartet auf grünes Licht der ÖIAG
·Post: 36 Mio. Euro für Finanzminister
Unternehmen zahlt weiter kräftige Dividende an Bund
·Post: SP und Grüne orten Zick-Zack-Kurs
Deutliche Ablehnung der Privatisierung, FP-Skepsis
·Die Post verhandelt
mit Spar und Billa
Schließungen: Gespräche über Post-Partner-Vertrag
ÖIAG-Präsident Alfred Heinzel kann laut Zeitungsberichten für seine Pläne, die österreichische Post an die Börse zu bringen, auf Unterstützung der ÖVP setzen. Helmut Kukacka, Staatssekretär im Infrastrukturministerium, macht sich laut Zeitung für den Börsegang der Post stark und will nach dem Vorbild der Telekom Austria (TA) eine Post-Volksaktie.
Post-Generaldirektor Anton Wais warte auf grünes Licht der ÖIAG, heißt es in der "Presse". Die ÖVP stehe damit im Gegensatz zur FPÖ und zu Infrastrukturminister Gorbach (F), der sich am Dienstag äußerst distanziert zu den Börseplänen gezeigt habe, heißt es weiter. Ein Börsegang dürfte laut Kukacka weniger Widerstand in der Öffentlichkeit und bei der Opposition auslösen als ein Verkauf der Post an einen ausländischen strategischen Partner.
Unter dem Motto "die österreichische Post den Österreichern" will Kukacka nach dem Modell der Telekom Austria auch für die Post die Volksaktie forcieren, so die Zeitung. "Ich gehe davon aus, dass diese Idee auf breite Zustimmung in der ÖVP trifft." Von einer Post- Volksaktie hat wie berichtet kürzlich auch ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis gesprochen.
Der Börsegang widerspreche nicht der Entscheidung der ÖIAG, die Post bis Ende der Legislaturperiode nicht zu verkaufen. Dies habe nur den strategischen Partner betroffen. Jetzt gebe es eine neue Situation - die Post stehe finanziell schon viel besser da. Statt der Verkrustung des Monopols finde sich schon "sehr viel mehr moderner Dienstleistungsgeist".
In der Post selbst steht laut "Presses" das Management "Gewehr bei Fuß": "Wenn ich den Auftrag bekomme, den Börsegang einzuleiten, dann mache ich das", sagte Post-Generaldirektor Anton Wais der Zeitung. Ihn persönlich hätten die neuen Pläne der ÖIAG nicht überrascht. "Ich habe den Auftrag, die Post so zu restrukturieren, dass sie börsefit ist", so Wais.(apa)
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