Dienstag, 11. Jänner 2005

Pensionen von Kinderlosen kürzen? Für Industrie ist Vorschlag "überlegenswert"

  • Haubner gegen "Bestrafung" Nachwuchsloser
  • MITVOTEN: Ihre Meinung zu der Pensionskürzung!

"Überlegenswert" ist für den Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer, die Idee, die Pensionen kinderloser Personen zu kürzen. Er bezog sich dabei auf einen Vorschlag des von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung finanzierten Instituts "Austria perspektiv", in Zukunft, die Zahl der Kinder, die jemand großgezogen hat, in die Pensionsberechnung mit einzubeziehen.

Während die Wirtschaftskammer zu den Aussagen ihres Instituts auf Distanz gegangen ist, bezeichnete sie Beyrer in der "Presse" als "überlegenswert", auch wenn solche Maßnahmen nur mittelfristig umgesetzt werden könnten.

Ablehnend reagierte hingegen Sozialstaatssekretärin und FP-Chefin Haubner. Die FPÖ habe zwar Familienfreundlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben. Das beinhalte aber nicht eine "Bestrafung" jener Menschen, die keine Kinder haben. Schließlich gebe es ja auch die unterschiedlichsten Gründe für fehlenden Nachwuchs.

Langfristig will die FPÖ daher nur "positive", familienfreundliche Akzente setzen, die aber wohl erst in der nächsten Legislaturperiode wirksam werden. Auch Arbeiterkammer-Experte Christoph Klein lehnt eine "Bestrafung Kinderloser" ab: Diese hätten schließlich ein Leben lang Beiträge für die Pensionsversicherung geleistet und Leistungen für Familien mitfinanziert.(apa/red)

11.1.2005 11:32