Konkurs über Bluebull AG eröffnet - Unternehmen will berufen
- Bluebull schlägt Sanierungsmaßnahmen vor
- Schuldenstand 2004 bereits um zwei Drittel reduziert
Das Handelsgericht St. Gallen hat mit Wirkung 5. Jänner 2005 Konkurs über die die angeschlagene Schweizer Beteiligungsgesellschaft Bluebull AG des einst als Börseguru gefeierten Österreichers Michael Lielacher eröffnet. Gegen diesen Bescheid werde der Verwaltungsrat in der gesetzlichen Frist von zehn Tagen berufen, teilt die Bluebull AG am Montag mit.
Laut Schweizer Recht müsse dazu glaubhaft gemacht werden, dass die Überschuldung beseitigt ist bzw. konkrete Chancen auf eine rasche Beseitigung der Überschuldung bestehen, heißt es. Wie weiter mitgeteilt wird, habe bei der Generalversammlung am vergangenen Freitag der Verwaltungsrat die Aktionäre informiert, dass durch die Insolvenz der CLC AG das Unternehmen überschuldet ist.
Als Sanierungsmaßnahmen wurde vorgeschlagen, dass Verhandlungen mit Gläubigern über Rangrücktritte und Forderungsverzichte geführt werden sollen und ein Investor gesucht werden soll, der über einen Einstieg frisches Kapital für neue Aktivitäten zur Verfügung stellt.
Im Laufe des Jahres 2004 habe der Schuldenstand der Bluebull AG bereits um rund zwei Drittel reduziert werden können, so das Unternehmen weiter. Über das Vermögen der 100 Prozent-Tochter Bluebull Capital Markets Consulting GmbH wurde am Montag das Konkursverfahren ebenfalls bereits eröffnet. Da diese Tochter seit geraumer Zeit nicht mehr operativ tätig war, habe diese Entwicklung kaum Einfluss auf das weitere Geschehen bei der Bluebull AG, heißt es.(apa)
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