Anhebung auf 675 Euro: Senioren von SP und VP wollen höhere Ausgleichszulage
- Mindestpension nicht länger unter Armutsgrenze
·Pensionen: Rück- zahlungen der PVA
Bis zu 8.000 Pensionisten erhalten Verluste zurück
Die Pensionistenorganisationen von SPÖ und ÖVP wollen eine Erhöhung des Ausgleichszulagenrichtsatzes. Diese Mindestpension dürfe nicht länger unter der Armutsgrenze liegen, eine Anhebung auf 675 Euro sei vonnöten, meinte SP-Seniorenchef Blecha. Die VP-Pensionisten werden indes am Mittwoch mit Bundeskanzler Schüssel über die Erhöhung des Richtsatzes beraten.
Wie VP-Pensionistenchef Stefan Knafl betonte, würden seit 1. Jänner 200.000 Alleinstehende, die Anspruch auf Ausgleichszulage haben, unter der Armutsgrenze leben. Daher sei die Erhöhung des Richtsatzes für Alleinstehende im Jubiläumsjahr 60 Jahre Republik eine soziale Verpflichtung.
Auch die freiheitlichen Senioren und die ÖGB-Pensionisten treten für eine Erhöhung der Ausgleichszulage ein. Das ÖGB-Pensionistenreferat startet eine "Informationsoffensive". Es wird eine Anhebung des Ausgleichszulagenrichtsatzes auf mindestens 675 Euro verlangt. Der Generalsekretär des FPÖ-Seniorenrings, John Gudenus, wiederum begrüßt die Forderung der freiheitlichen Regierungsmitglieder nach einer Erhöhung des Ausgleichszulagenrichtsatzes für Alleinstehende von 644 Euro auf die Armutsgrenze von knapp 700 Eurl.
Bei aller berechtigten Unterstützung für die Sorgen und Nöte der Menschen in den Katastrophengebieten sei es Aufgabe der Regierung, die Probleme der eigenen Bevölkerung nicht aus den Augen zu verlieren. Als unverständlich bezeichnete es Gudenus, dass diese von Sozialminister Herbert Haupt (F) erhobene Forderung im Ministerrat Ende November "abgewürgt" worden sei. (apa/red)
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