Montag, 10. Jänner 2005

Erste Bank übernimmt Slovenska sporitelna: Letzte 19,99 Prozent gekauft

  • Insgesamt zahlte Erste Bank damit 522 Millionen Euro
  • Auch bei Erste Bank Kroatien verschoben sich Anteile

Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen hat am Montag eine Call Option zum Erwerb von 19,99 Prozent (1,274.204 Stück Aktien) an der Slovenska sporitelna von der Europäischen Bank für Entwicklung und Wiederaufbau ausgeübt und besitzt nun 100 Prozent der Aktien der Slovenska sporitelna. Der vorläufige Kaufpreis beläufe sich auf einen Gesamtwert von 122,285 Mio Euro, teilte die Erste mit.

Dies entspricht einem Preis-/Buch-Verhältnis von 1,6 auf Basis des erwarteten Eigenkapitals der Slovenska sporitelna nach IFRS zum Jahresende 2004. Nach Vorliegen der geprüften Ergebnisse 2004 und Genehmigung seitens der Hauptversammlung der Slovenska sporitelna wird der endgültige Kaufpreis allenfalls adaptiert werden.

Der gesamte Kaufpreis für alle Aktien an der Slovenská sporitelna (beginnend mit der Privatisierung im Jahr 2001) beläuft sich für die Erste Bank auf rund 522 Mio. Euro und entspricht einem gewichteten Preis-/Buch-Verhältnis von 1,77.

Die Slovenska sporitelna ist mit einer Bilanzsumme von 5,8 Mrd. Euro die führende Bank in der Slowakei. Rund 5.150 Mitarbeiter betreuen in 338 Filialen rund 2,5 Millionen Kunden.

Auch bei Erste Bank Kroatien verschoben sich Aktien-Anteile
Zeitgleich mit der Übernahme der restlichen Anteile an der Slovenska sporitelna durch die Erste Bank kommt es auch zu einer Verschiebung der Beteiligungsverhältnisse bei der Erste Bank Kroatien: Die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG erhöht wie vereinbart ihren Anteil an der kroatischen Tochterbank von 35 auf 43,8 Prozent. Die Erste Bank bleibt mit 51 Prozent Mehrheitseigentümerin, 5,2 Prozent befinden sich im Streubesitz.

Durchgerechnet - über den 25-Prozent-Anteil der Erste Bank an der Steiermärkischen Sparkasse - hält die Erste nun 61,95 Prozent an der Erste Bank Kroatien. Der Verkauf der Anteile habe als konzerninterner Vorgang keine unmittelbare Auswirkung auf die Erfolgsrechnung der Erste-Bank-Gruppe, heißt es in der Aussendung vom Montag.

Die Erste Bank Kroatien nimmt mit einer Bilanzsumme von 2,9 Mrd. Euro nach eigenen Angaben die dritte Stelle am kroatischen Markt ein. Über 1.400 Mitarbeiter in 119 Filialen betreuen rund 600.000 Kunden.


(apa)

10.1.2005 09:27