Dienstag, 11. Jänner 2005

Letzte Chance in der Bundesliga: Tirol-Torhüter Koejoe wechselt zum SC Freiburg

  • 30-Jähriger erfreut : "Es ist für mich eine Riesenchance"
  • Comeback: Marcus Pürk trainiert mit Admira-Amateuren

Nach Torhüter Jürgen Macho, der vom SK Rapid zum Jara-Klub 1. FC Kaiserslautern übersiedelte, und dem Salzburger Andreas Ibertsberger wechselt auch Samuel Koejoe von der österreichischen in die deutsche Bundesliga. Und wie der Abwehrspieler geht auch der Stürmer vom FC Wacker Tirol zum Tabellenschlusslicht SC Freiburg.

Die Transfer-Gespräche zwischen den beiden Vereinen und dem 30-Jährigen, der für den Innsbrucker Aufsteiger in der T-Mobile-Bundesliga als aktueller Dritter der Schützenliste zwölf Liga-Treffer erzielt hatte, entwickelten sich so positiv und schnell, dass sich der dunkelhäutige Niederländer bereits am Montag auf dem Weg ins den Breisgau befand. "Es ist für mich eine Riesenchance, mit 30 noch in der deutschen Liga zu spielen", sagte Koejoe zum Abschied.

Freilich vergaß er nicht, seinen bisherigen Arbeitgeber zu danken. "Die zweieinhalb Jahre in Tirol waren für mich eine tolle Zeit, die mir den Sprung erst ermöglichte. Außerdem ist es nicht selbstverständlich, dass ein Verein einen Spieler trotz laufenden Vertrages den Wechsel erlaubt", meinte der in Surinam geborene Legionär. Wacker Obmann Gerhard Stocker dazu: Es sei nicht die Philosophie des Vereins, einem Spieler eine Chance zu verbauen.

"Vielmehr wollen wir einen Spieler in seiner Weiterentwicklung unterstützen. Sammy weiß, dass es für ihn in Tirol immer eine offene Türe gibt", fügte Stocker hinzu. Dass der Abgang von Koejoe ein sportlicher Verlust ist, steht außer Frage. Um in der obersten Spielklasse weiter mithalten zu können, soll der Kader adäquat verstärkt werden. "Dahingehend wird der Markt sondiert", so Stocker, der über die Modalitäten des Koejoe-Transfers Stillschweigen vereinbart hat.

Wie schon vor einigen Jahren mit dem Ex-Rapidler Stefan Marasek und dem Austrianer Michael Wagner hat Freiburg-Trainer Volker Finke nun mit A. Ibertsberger und Koejoe abermals zwei Spieler mit Österreich-Bezug unter seinen Fittichen. Baden-Württemberg ist übrigens Koejoes siebente Station. Seine Karriere begann der Stürmer bei DWS Amsterdam, dann ging es zur Lustenauer, zur Salzburger Austria, den Queens Park Rangers, abermals nach Lustenau und nach Tirol.

Pürk startet Comeback bei Admiras Amateuren
Marcus Pürk, der im Sommer nach dem Abstieg des TSV 1860 München wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, versucht nach seiner Beinoperation im Herbst an seine frühere Form und sein Niveau anzuknüpfen zu können. Der frühere ÖFB-Teamspieler tut dies seit kurzem in den Reihen der Amateure von Nordea Admira, die in der Regionalliga Ost spielen. Wenn er wieder fit genug ist, soll er dort auch wieder spielen.

"Er wohnt um die Ecke unseres Stadions. Wir wollen ihm helfen, seine Ziele unter profihaften Trainingsbedingungen zu erreichen. Es ist ein rein freundschaftlicher Dienst, wir planen auch nicht mit ihm", erklärte dazu Admira-Manager Christian Trupp. Der vom Stürmer zum Defensiv-Mann umfunktionierte 30-Jährige war bis Ende der Saison 2003/04 vier Jahre lang ein "Löwe" gewesen. (apa/red)

11.1.2005 12:59