Langlauf: Christian Hoffmann als Weltcup-Zweiter in Nove Mesto am Podest
- Erster Stockerlplatz in dieser WM-Saison
- Nur Franzose Vincent Vittoz war noch schneller
Christian Hoffmann liegt bei seiner WM-Vorbereitung voll im Plan. Der 30-km-Olympiasieger eroberte am Samstag im 15-km-Skatingrennen in Nove Mesto den zweiten Rang, von seinem insgesamt vierten Erfolg im Langlauf-Weltcup trennten ihn nur 4,4 Sekunden. Der Franzose Vincent Vittoz wiederholte seinen Sieg von Ramsau und Hoffmann holte den Podestplatz nach, den er in seinem Heimrennen mit viel Pech verpasst hatte. Der Deutsche Tobias Angerer (9,6 zurück) wurde Dritter.
Hoffmann, "Minimalist" bei Renneinsätzen, bewies einmal mehr, dass er in wichtigen Rennen stets punktgenau in Topform ist. Nach Nove Mesto beginnt mit Walter Mayer und Trainingsberater Manfred Zeilinger die Planung für den zweiten Saisonabschnitt mit dem Höhepunkt WM. Nove Mesto war ein bedeutender Test, denn in Oberstdorf werden die 15 km für den Skating-Spezialisten das wichtigste Einzelrennen sein. Bis dahin stehen nur noch rund drei Rennen auf dem Programm, u.a. die Generalprobe in Reit im Winkl (12.2.) eine knappe Woche vor dem WM-Einsatz.
Wegen der Konzentration auf die Skating-Rennen und den dadurch bedingten längeren Rennpausen ist jeder Bewerb für Hoffmann quasi ein Neueinstieg. In Nove Mesto (Einzelstart) legte Hoffmann mit optimalem Material von Beginn an voll los und führte bei Halbdistanz 0,2 Sekunden vor dem Norweger Hofstad und 2,7 vor Vittoz. Den dritten Sieg innerhalb von 13 Monaten nach Ramsau (10 km) und Pragelato (30 km Massenstart) verpasste der Mühlviertler mit Wohnsitz Radstadt nur knapp. "Das ist nicht tragisch, ein Stockerlplatz ist immer super", freute sich Hoffmann.
Bis Kilometer zwölf hatte Hoffmann geführt, lief auch im Finish sein hohes Tempo konstant weiter, doch Vittoz profitierte dank höherer Startnummer von der besseren Information über Zwischenzeiten. "Ramsau hat mich geärgert, weil ich auch dort gewusst habe, dass die Form passt", meinte der 30-Jährige. In Nove Mesto wiederholte er Rang zwei vom Jänner 2003 und stand zum insgesamt 13. Mal auf dem Podest. "Das Resultat freut mich sehr, es ist auch eine wichtige Bestätigung, man braucht zählbare Ergebnisse für den Kopf", sagte Hoffmann. Damit fällt das weitere harte Training gleich etwas leichter.
Zweitbester Österreicher war Roland Diethart, der Betreuer der ÖSV-Sprinter, als 46. (+1:58,0). Michail Botwinow, der erst am Freitag Vater eines Sohnes (Luca) geworden war, hatte nach verspäteter Anreise den Kopf noch nicht frei für ein hartes Rennen und kam über Rang 52 (+2:16,9) nicht hinaus. (apa)
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