Andreas Widhölzl gewinnt am Kulm: Mit 206,5 Metern zum Sieg am ersten Tag!
- Sein erster Weltcup-Erfolg seit über zwei Jahren
- Thomas Morgenstern fliegt auf den vierten Platz
Andreas Widhölzl ist auf die oberste Stufe des Siegespodests zurückgekehrt. Der 28-jährige Tiroler feierte am Samstag beim ersten Fliegen auf dem Kulm bei Bad Mitterndorf/Tauplitz seinen 18. Weltcupsieg, den ersten seit Kuusamo am 30.11.2002. Widhölzl fing im Finale vor 25.000 Zuschauern mit einem 206,5-m-Flug den führenden Weltmeister Roar Ljökelsöy (203,5) noch ab und gewann mit 2,3 Punkten Vorsprung auf den Norweger. Der Pole Adam Malysz wurde Dritter (+4,4) vor Thomas Morgenstern (+7,5), dem zweiten Österreicher in den Top Ten.
Widhölzl, der sich seit Saisonbeginn unter dem Neo-Coach Alexander Pointner in neuer Stärke präsentiert, durfte sich über seinen bisherigen Höhepunkt der WM-Saison freuen. "Es ist optimal gelaufen, darauf habe ich lange hingearbeitet", erklärte der WM-Zweite von 2000. Nach einer problematischen Saison mit negativen Erlebnissen bei Großereignissen hatte Widhölzl seine Technik umgestellt. Das ergab gemeinsam mit der gewohnten Stärke im Fliegen einen viel bejubelten Sieg, den zweiten des ÖSV in der Saison nach Martin Höllwarth in Bischofshofen. "Ich habe gewusst, dass meine Zeit einmal kommt, wenn die Bedingungen passen", meinte Widhölzl, der 20.000 Euro brutto erhielt.
Nach dem ersten Durchgang hatte der zweifache Familienvater als Zweiter das starke ÖSV-Team mit vier Mann unter den ersten Zehn angeführt. Thomas Morgenstern verbesserte sich im Finale von Rang sechs auf vier, kam mit 205,5 m knapp an die Tageshöchstweite von Widhölzl und Malysz heran. "Der zweite Flug war super, leider habe ich die Chance auf einen besseren Platz schon davor verspielt", meinte der 18-jährige Kärntner. "Ich gönne Swider den Sieg, ich hoffe, ich bin der nächste."
Rückfall im 2. DG bei Höllwarth
Höllwarth (Achter) und Martin Koch (10.) fielen hingegen im Finale, in dem bei verlängertem Anlauf sieben Mal die 200-m-Marke übertroffen wurde, auf die Plätze elf bzw. 13 zurück. Höllwarths Technik kommt auf Flugschanzen nicht so gut zur Geltung, der Tournee-Zweite nahm es gelassen. "Ich bin nicht so ins Fliegen gekommen wie erhofft. Aber wegen einem Skifliegen werde ich meine Technik nicht umstellen. Es gibt Andere, die besser zurecht kommen, damit kann ich leben", erklärte der Weltcup-Zweite, der den Rückstand auf den wegen Krankheit fehlenden Finnen Janne Ahonen nur wenig reduzierte. Erstmals in dieser Saison war "Hölli" nicht unter den Top neun zu finden.
Koch freute sich nach langer Zeit wieder über Weltcup-Punkte. "Ich denke nicht mehr so viel nach, das Selbstvertrauen ist da, das Timing stimmt wieder", erklärte der Kärntner die Rückkehr zu früherer Stärke nach langer Durststrecke. "Im Training habe ich nichts geändert, der Kopf macht den Unterschied." Florian Liegl, Kulm-Sieger von 2003, musste sich hingegen mit Rang 30 begnügen und auch Wolfgang Loitzl blieb als Lokalmatador mit Rang 24 deutlich unter seinen Erwartungen. (apa/red)
| Endstand: | |||
| 1. | Andreas Widhölzl | AUT | 398,3 (197,5/206,5) |
| 2. | Roar Ljökelsöy | NOR | 396,0 (199,0/203,5) |
| 3. | Adam Malysz | POL | 393,9 (195,5/206,5) |
| 4. | Thomas Morgenstern | AUT | 390,8 (193,5/205,5) |
| 5. | Jakub Janda | CZE | 382,6 (194,5/198,5) |
| 6. | Matti Hautamäki | FIN | 380,6 (187,5/205,5) |
| 7. | Risto Jussilainen | FIN | 379,9 (195,5/196,5) |
| 8. | Sigurd Pettersen | NOR | 376,9 (188,5/203,5) |
| 9. | Jernej Damjan | SLO | 375,7 (186,0/202,5) |
| 10. | Daniel Forfang | NOR | 373,6 (190,5/197,5) |
| 11. | Martin Höllwarth | AUT | 370,6 (191,5/194,0) |
| 12. | Michael Uhrmann | GER | 367,0 (185,5/197,0) |
| 13. | Martin Koch | AUT | 364,6 (189,5/191,0) |
| 14. | Georg Späth | GER | 361,6 (186,0/192,0) |
| 15. | Lars Bystöl | NOR | 361,5 (186,0/191,5) |
| 16. | Henning Stensrud | NOR | 360,9 (192,0/185,0) |
| 17. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 356,5 (185,0/190,0) |
| 18. | Jure Bogataj | SLO | 351,0 (182,0/190,5) |
| 19. | Daiki Ito | JPN | 349,6 (180,0/190,5) |
| 20. | Michael Neumayer | GER | 343,2 (178,5/190,0) |
| 21. | Andreas Goldberger | AUT | 341,4 (179,0/183,0) |
| 22. | Andreas Küttel | SUI | 340,3 (180,0/181,5) |
| 23. | Björn Einar Romören | NOR | 339,8 (176,5/185,0) |
| 24. | Wolfgang Loitzl | AUT | 335,1 (181,5/176,5) |
| 25. | Primoz Peterka | SLO | 332,0 (175,5/179,5) |
| 26. | Michael Möllinger | SUI | 327,0 (175,5/177,0) |
| 27. | Tami Kiuru | FIN | 324,4 (172,0/177,5) |
| 28. | Maximilian Mechler | GER | 324,0 (172,0/178,0) |
| 29. | Hideharu Miyahira | JPN | 314,0 (174,0/166,0) |
| 30. | Florian Liegl | AUT | 310,9 (173,0/166,5) |
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