Klare Angelegenheit in Kroatien: Mesic gewinnt Stichwahl um Präsidentenamt!
- Amtsinhaber gewinnt die Stichwahl mit 66 Prozent
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·Mesic: "Präsident aller Kroaten"
EU-Beitritt als Höhepunkt in seiner zweiten Amtszeit?
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Stipe Mesic bleibt für weitere fünf Jahre kroatischer Präsident. Der 70-Jährige gewann die Stichwahl am Sonntag mit rund 66 Prozent der abgegebenen Stimmen, teilte die staatliche Wahlkommission offiziell in der Nacht zum Montag in Zagreb mit. Seine Herausforderin, die stellvertretende Regierungschefin Jadranka Kosor, habe 34 Prozent erreicht. Rund 51 Prozent der 4,4 Millionen Wahlberechtigten seien zu den Urnen gegangen.
Im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen hatte Mesic die für einen Sieg erforderliche Hälfte der Stimmen nur um einen Prozentpunkt verfehlt. Die 51 Jahre alte Kosor, die in der Nacht ihre Niederlage eingestand und Mesic gratulierte, hatte als Zweitplatzierte rund 20 Prozent bekommen.
Als Ziel seiner zweiten Amtszeit hatte Mesic die Mitgliedschaft Kroatiens in der Europäischen Union bezeichnet. Voraussetzung für die noch in diesem Jahr geplanten Beitrittsverhandlungen ist jedoch, dass der vom UNO-Tribunal in Den Haag angeklagte mutmaßliche kroatische Kriegsverbrecher Ante Gotovina verhaftet und ausgeliefert wird. Mesic hatte sich dafür, Kosor als Mitglied der Regierungspartei HDZ dagegen ausgesprochen.
"Mann des Volkes"
Mesic gilt unter den Bürgern als "Mann des Volkes" mit Sinn für symbolische Gesten. Er hatte das Präsidentenamt im Jahr 2000 als Nachfolger des autokratischen Franjo Tudjman übernommen. Im Wahlkampf verwies er auf seine Erfolge bei der Herausführung Kroatiens aus der internationalen Isolation und versprach, ein Gegengewicht zur konservativen Regierung zu bilden. Kosor stellte dagegen das Thema Patriotismus in den Vordergrund. Das Staatsoberhaupt, dessen Funktionen vor allem zeremonieller Natur sind, wird für fünf Jahre gewählt.
Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik (V) gratulierte Stjepan Mesic zu seiner Wiederwahl: "Präsident Mesic hat in seiner ersten Amtszeit die guten Beziehungen Kroatiens mit Österreich stets gepflegt. Er hat auch wesentlich dazu beigetragen, das positive Bild Kroatiens in Europa und der Welt zu festigen."
(apa/red)
