Donnerstag, 13. Jänner 2005

Bewaffneter Überfall auf Hotel in Bagdads
Innenstadt: Sechs Tote und ein Entführter

  • Mindestens zehn Männer an Großaktion im Irak beteiligt
  • PLUS: Hoher Geistlicher irakischer Schiiten ermordet

Bewaffnete Angreifer haben am Donnerstag ein Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad überfallen, sechs Iraker getötet und einen türkischen Gast entführt. Wie die Polizei mitteilte, eröffneten die Angreifer das Feuer auf einen Kleinbus, der den türkischen Geschäftsmann vom Bakhan-Hotel abholen wollte. Alle sechs Insassen seien ums Leben gekommen.

Fünf der Opfer arbeiteten für die Baufirma des Türken, bei dem sechsten handelte es sich um den Fahrer, wie ein Polizeisprecher sagte. An der Entführung seien mindestens zehn Bewaffnete beteiligt gewesen.

Im Süden von Bagdad haben Unbekannte einen Stellvertreter von Großayatollah Ali Sistani, der höchsten geistlichen Autorität der irakischen Schiiten, ermordet. Scheich Mahmud al Madahaini, dessen Sohn und vier Leibwächter seien ermordet worden, als sie am Mittwochabend vom Gebet in Salman Pak zurückgekommen seien, teilte Sistanis Büro am Donnerstag in Najaf mit. Auch ein weiterer religiöser Würdenträger sei getötet worden.

Madahaini habe zuvor Drohungen erhalten, außerdem hätten Unbekannte schon mehrfach versucht, ihn umzubringen. Salman Pak ist überwiegend sunnitisch besiedelt und liegt an der Straße nach Kut im Süden des Landes. In dem Gebiet herrscht Gesetzlosigkeit; Entführungen und Überfälle sind an der Tagesordnung.
(apa/red)

13.1.2005 13:00