Mittwoch, 12. Jänner 2005

Filmreife Flucht: Häftlinge bohrten sich durch deutsche Gefängnismauer!

  • Mit Messer und Rasierklingen - Kurz vor Ausbruch erwischt

Eine filmreife Flucht wäre beinahe drei Häftlingen aus Schweinfurt gelungen: Mit einem Messer und abgebrochenen Rasierklingen hat das Trio ein Loch in die Außenmauer des Gefängnisses gegraben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurden die 22, 25 und 26 Jahre alten Männer kurz vor ihrem Ausbruch am vergangenen Samstag bei einem Kontrollgang von Wachen erwischt.

Das rund 30 mal 40 Zentimeter große Loch in der Wand ihrer gemeinsamen Zelle im zweiten Stock hatten die Männer mit einer Holzpinnwand verdeckt.

Die Gefangenen hatten bereits eine Stahlmatte in der zur Hofeinfahrt liegenden Zelle durchsägt und eine Reihe von Steinen aus der Backsteinwand herausgebrochen. Herausgekratzten Putz und Mörtel hatte das findige Trio in der Toilette hinuntergespült, um keinen Verdacht zu erregen. Das Ausbruchs-Werkzeug fanden die Wachmänner schließlich im Bett des 26-jährigen Häftlings sowie in einem Schrank in der Zelle.

Die drei Häftlinge wurden inzwischen in die Justizvollzugsanstalt Würzburg verlegt. Gegen sie laufen Ermittlungen wegen Gefangenenmeuterei. Die Männer sitzen wegen Diebstahls, sexueller Nötigung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in Untersuchungshaft. (apa)

12.1.2005 12:01