Donnerstag, 13. Jänner 2005

Zwölf Tote bei Buschbrand in Australien:
Schlimmste Feuersbrunst seit 20 Jahren

  • Mehrere tausend Quadratkilometer Land verwüstet
  • Ursache für Ausbruch: Extreme Dürre & über 40 Grad

In Australien sind bei den schwersten Buschbränden seit 20 Jahren zwölf Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Feuerwehrleute brachten die Flammen nach offiziellen Angaben am Donnerstag unter Kontrolle. Drei als vermisst Gemeldete konnten laut Polizei nur noch tot aus ihren Häusern geborgen werden.

Bei den Bränden, die zwei Tage lang vor allem auf der südaustralischen Halbinsel Eyre wüteten, wurden rund hundert Menschen verletzt. Das Feuer vernichtete etwa 80.000 Hektar Land sowie Häuser und Bauernhöfe. Auch tausende Schafe und Rinder kamen um.

Hunderte Feuerwehrleute waren auch in der Nacht auf Donnerstag unterstützt von Löschflugzeugen im Einsatz. Einem Sprecher zufolge war es vor allem den günstigen Windverhältnissen zu verdanken, dass das Feuer schließlich gelöscht werden konnte. Der Buschbrand verursachte ersten Schätzungen zufolge einen Schaden von 15 Millionen australischen Dollar (rund 8,7 Millionen Euro). Der Premierminister der Provinz Südaustralien, Mike Rann, sagte der betroffenen Region Hilfen in Höhe von umgerechnet 5,5 Millionen Euro zu.

Bei dem Feuer wurde eine Hauptwasserleitung in der Region beschädigt, den Angaben zufolge könnte es bis zu drei Wochen dauern, bis die Versorgung wieder völlig hergestellt ist. Tausende Liter Wasser sollten mit Lastwagen in die betroffenen Gebiete transportiert werden. Zahlreiche Haushalte waren ohne Wasser und Strom, Obdachlose suchten in Kinos und öffentlichen Gebäuden Unterschlupf.

Ursache für den Ausbruch des Feuers waren die extreme Dürre und die Temperaturen von über 40 Grad im Süden Australiens. Die Buschfeuer waren die schlimmsten, seit 1983 in Südaustralien und Victoria 75 Menschen in den Flammen ums Leben kamen. Vor zwei Jahren starben in Canberra fünf Menschen bei Buschfeuern, 500 Häuser wurden zerstört.
(apa/red)

13.1.2005 13:31