Kalifornien im Wetter-Chaos: Siedlung bei Los Angeles von Schlammmassen begraben
- Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben
- Gesamtzahl der Unwetter-Toten liegt bereits bei 22
In einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit haben Rettungskräfte in der von einem Erdrutsch zerstörten kalifornischen Ortschaft Conchita die Suche nach Verschütteten fortgesetzt. Bis Mittwoch wurden sieben Tote geborgen. 13 Menschen, darunter drei Kinder, galten noch als vermisst. Nach tagelangen Regenfällen hatte eine riesige Schlammlawine am Montag mehr als 30 Häuser in Conchita unter sich begraben. Insgesamt kamen bei den Unwettern seit Freitag mindestens 22 Menschen ums Leben.
Die Helfer arbeiteten mit Hochdruck, weil Zeit der alles entscheidende Faktor sei, sagte Feuerwehrmann Dan Horton. Auch Suchhunde waren im Einsatz. Bewohner unterstützten die Rettungskräfte und gruben mit Schaufeln oder gar mit bloßen Händen in Schlamm- und Geröllmassen.
Nach wie vor bestehe Hoffnung für die Vermissten, sagte der Feuerwehrchef des Bezirks Ventura, Bob Roper, am Dienstagabend. In den Schuttbergen hätten sich Hohlräume gebildet, in denen sich Verschüttete am Leben halten könnten. Angehörige und Nachbarn verfolgten mit Bangen die Arbeit der Einsatzkräfte. "Ich weiß, dass sie da sein müssen", sagte Jimmie Wallet, der nach seiner Frau und seinen drei Kindern suchte.
Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger wollte die von den Unwettern heimgesuchten Gebiete am Mittwoch besuchen. In ganz Kalifornien führten die schweren Stürme in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen und tödlichen Verkehrsunfällen. Hunderttausende hatten vorübergehend keinen Strom.
Betroffen waren auch die US-Staaten Nevada, Arizona und Utah. Sieben der 15 Bezirke von Arizona wurden zum Notstandsgebiet erklärt. Im Süden von Utah mussten Hubschrauber der Nationalgarde Menschen befreien, die wegen zerstörter Brücken oder Straßen festsaßen. "Die Situation kann man nur begreifen, wenn man sie mit eigenen Augen gesehen hat", sagte der Gouverneur von Utah, Jon Huntsman.
(apa/red)
