Die Welt rückt zusammen: UNO fordert ein Frühwarnsystem für alle Naturkatastrophen
- Nicht nur für Tsunamis, auch für Stürme, Beben, Dürren
- UNO fordert weltweites Tsunami-Frühwarnsystem
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Der Koordinator der UNO-Hilfseinsätze, Jan Egeland, hat ein weltweites Frühwarnsystem nicht nur für Flutwellen sondern für Naturkatastrophen jeglicher Art gefordert. "Ein Frühwarnsystem sollte in der Lage sein, auf Naturkatastrophen zu reagieren, die sich fast täglich ereignen, und nicht nur auf Tsunamis, die sehr selten sind", sagte Egeland der japanischen Zeitung "Mainichi Shimbun".
Ein solches Alarmsystem sollte zusätzlich vor Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürmen und Erdbeben warnen, zitierte die Zeitung Egeland. Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südasien am 26. Dezember mit mehr als 162.000 Toten wollen die Vereinten Nationen ein weltweites Tsunami-Frühwarnsystem einrichten lassen. Der Aufbau eines solchen Warnsystems im Indischen Ozean ist eines der Hauptthemen einer UNO-Konferenz im japanischen Kobe in der kommenden Woche, die einen besseren Schutz vor Naturkatastrophen zum Ziel hat.
Egeland sagte, er hoffe, dass auf der Konferenz in Kobe der Weg für einen Verbund von UNO-Organisationen und anderer Institutionen für ein solches Frühwarnsystem freigemacht werde. Einige UNO- Organisationen wie das Welternährungsprogramm hätten dazu bereits Vorschlägen wie etwa einem besseren Austausch von Informationen zugestimmt.
Egeland erwartet nach eigenen Worten, dass die weltweite Aufmerksamkeit für die Flutkatastrophe im Indischen Ozean zu konkreten Maßnahmen für einen besseren Schutz vor Naturkatastrophen führen wird. "Einige befürchten, dass dieser Tsunami häufiger auftretende Naturkatastrophen in den Hintergrund drängen wird", sagte Egeland der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. "Ich denke dagegen, dass der Tsunami der internationalen Gemeinschaft die Bedeutung eines entschlosseneren Katastrophenschutzes verdeutlicht."
(apa/red)
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