Sonntag, 16. Jänner 2005

Kampfansage der Wiener Grünen: Partei will bei nächster Wahl FPÖ & ÖVP überholen

  • Klubobfrau Vassilakou: Wollen "Gestaltung der Stadt"
  • Landesversammlung legt Kandidatenliste für Wahl fest

Die Grünen wollen in Wien "wachsen, wachsen und wachsen, bis wir in der Lage sind, die Stadt zu gestalten". Diese Devise und das damit verbundene Ziel, FPÖ und ÖVP bei der nächsten Landtags- bzw. Gemeinderatswahl zu überholen, hat Klubobfrau Maria Vassilakou am Sonntag bei der Landesversammlung ihrer Partei in den Redoutensälen der Hofburg ausgegeben. Die Grünen erstellen dabei die Landesliste für diese Wahl.

Die Grünen wollen in Wien "wachsen, wachsen und wachsen, bis wir in der Lage sind, die Stadt zu gestalten". Diese Devise und das damit verbundene Ziel, FPÖ und ÖVP bei der nächsten Landtags- bzw. Gemeinderatswahl zu überholen, hat Klubobfrau Maria Vassilakou am Sonntag bei der Landesversammlung ihrer Partei in den Redoutensälen der Hofburg ausgegeben. Die Grünen erstellen dabei die Landesliste für diese Wahl.

Die bis zum Abend angesetzte Wahlprozedur begann gleich mit einer herben Überraschung für einen langjährigen Mandatar. Günter Kenesei (45), Gemeinderat der Grünen seit dem ersten Einzug ins Rathaus im Jahr 1991 und derzeit Vorsitzender des Kontrollausschusses, verfehlte in der Zulassungsabstimmung die notwendige Zweidrittelmehrheit, um ein viertes Mal antreten zu dürfen. Susanne Jerusalem und der als Klubchef abgetretene Christoph Chorherr schafften dagegen diese erste Hürde.

Vassilakou ist Spitzenkandidatin
Abgestimmt wird bei der Landesversammlung über die Plätze 2 bis 32 auf der Landesliste. Vassilakou steht bereits seit dem Vorjahr als Spitzenkandidatin fest, für die weiteren Plätze haben sich 60 Kandidaten gemeldet. Darunter finden sich alle derzeitigen Gemeinderäte und der nicht amtsführende Stadtrat David Ellensohn.

Die Grünen verfügen derzeit über elf Gemeinderatsmandate, nachdem sie bei der Wahl 2001 einen Stimmanteil von 12,45 Prozent erreicht hatten. Für die bevorstehende Wahl halten sei das Erreichen von 15 der 100 Plätze im Stadtparlament für realistisch, denn Umfragen sehen sie bei rund 15 bis 17 Prozent.

Vassilakou stellte für die Grünen den Anspruch zum Mitregieren: "Wir haben die Kompetenz dazu, wir haben Lust dazu, wir sind bereit." Man könne die SPÖ nicht mehr allein regieren lassen, denn diese stehe bloß für "Verwalten und Sudern gegen Schwarz-Blau".

Bei der Landesversammlung war zahlreiche Parteiprominenz anwesen, darunter Bundessprecher Alexander Van der Bellen und seine Stellvertreterin Eva Glawischnig.

16.1.2005 12:07