Freitag, 14. Jänner 2005

Kinderporno-Fotos auf einem Linzer FPÖ-Computer: War es eine "interne Intrige"?

  • FPÖ vermutet auch die Tat eines "externen Hackers"
  • Partei selbst hat Anzeige gegen unbekannt erstattet

In einem Computer der FPÖ-Fraktion des Linzer Gemeinderates sollen laut Zeitungsberichten bereits im August 2004 hunderte Pornofotos, darunter auch Darstellungen mit Kindern, gefunden worden sein. Die Partei selbst habe Anzeige gegen unbekannt erstattet. Die Staatsanwaltschaft habe diese jedoch aus "Nichterweisbarkeit" zurückgelegt.

Eine Mitarbeiterin habe Alarm geschlagen, schreibt die Zeitung. Die FPÖ-Gemeinderäte hätten daraufhin der Sicherheitsdirektion für Oberösterreich den Computer übergeben und Anzeige erstattet. Die Fotos aus dem Internet seien zwar angeschaut, aber nicht auf die Festplatte gespeichert worden. Daher sei laut Staatsanwaltschaft der mit bis zu einem Jahr Haft bedrohte Tatbestand nicht erfüllt. Zudem sei unklar, wer die "pornografischen Darstellungen Minderjähriger" betrachtet habe.

Laut Zeitungsbericht hat Fraktionsobmann Manfred Traxlmayr bestätigt, dass entsprechende Bilder im Computer gewesen seien. Er könne sich aber nicht erklären, wie sie dort hingelangt seien. Er vermute die Tat eines "externen Hackers" oder eine "interne Intrige". Drei Personen, darunter er selbst, hätten zum Gerät Zugang gehabt, so Traxlmayr. (apa)

14.1.2005 20:18