Comeback von Ex-Klima-Sprecher: Josef Kalina wird neuer SP-Kommunikationschef!
- "Will mithelfen Partei zur Nummer 1 zu machen"
- PLUS: Klimas "Spin Doctor" "Joe" Kalina im Porträt
·SP-Kommunikator Kalina im Porträt
Alter SJ-Weggefährte von SP-Chef Gusenbauer
·VP & FP üben Kritik an Kalina-Bestellung
Strache: Häupl bereitet Flucht in Richtung Bund vor
·Comeback von Ex-Klima-Sprecher!
Kalina wird neuer SPÖ-Kommunikationschef
"Mit großen Optimismus" geht der künftige Chef-Kommunikator der SPÖ, Josef Kalina, an seine neue Aufgabe heran. "Ich möchte nach besten Kräften dazu beitragen, die SPÖ wieder zur Nummer 1 zu machen", sagte Kalina am Donnerstag im Gespräch mit der APA. "Die Chancen dafür stehen ausgezeichnet."
Seine Funktion als Chef-Kommunikator will Kalina sowohl nach innen als auch nach außen anlegen. "Es geht in den nächsten Monaten darum, die Informationen zu bündeln und zu verstärken und auf Themen draufzubleiben." Inhaltlich wolle er kommunizieren, das es Zeit für einen Kurswechsel sei und die SPÖ die besseren Rezepte habe.
Kalina bekräftigte, dass er kein Parteisprecher sein werde. Der Parteivorsitzende, die Bundesgeschäftsführer, die Vorsitzenden der Kompetenzteams und die Mitglieder des SPÖ-Klubs werden weiter "nach außen in Bild und Ton auftreten". Seine Aufgabe sei eine optimale Vorbereitung dieser Auftritte, Kontakte zu den Medien zu halten und die Aufbereitung der Themen.
Möglich sei diese Arbeit nur mit einem "engagierten, einsatzbereiten Team". Wie dieses Team personell aussehen wird, wollte Kalina noch nicht verraten. "Über einzelne Leute kann ich noch nichts sagen." Er betonte aber, dass er mit der bisherigen Kommunikationsleiterin Katharina Krawagna-Pfeifer zusammenarbeiten wolle.
Die bisherige Arbeit in der SPÖ findet Kalina nicht so schlecht, wie sie manchmal öffentlich dargestellt wird. Auf die Frage, was bisher zu einem erfolgreichen Team gefehlt habe, sagte er klipp und klar: "Nichts". Der neue Chef-Kommunikator zog dazu einen sportlichen Vergleich. Beim Skispringen sei auch die Weite entscheidend. Die SPÖ sei bisher bei der Weite auch immer voran gewesen. Nur die Haltungsnoten der Sprungrichter, die Schönheit bewerten, hätten manchmal nicht ganz gepasst. Es gewinne aber trotzdem immer der, der am weitesten springe. Die SPÖ ist nach Ansicht Kalinas "hervorragend aufgestellt".
Seinen Optimismus für die SPÖ begründete Kalina damit, dass der Wunsch nach einer anderen Regierung in der Bevölkerung vorhanden sei. Die Mittelschicht zahle Steuern wie nie zuvor, sie habe niedrigere Nettobezüge als vor zehn Jahren. Und die unteren Einkommensschichten würden schwerstens belastet. Die SPÖ würde das anders machen, für die kleinen Einkommensbezieher und für die Mittelschicht eintreten. Die Leute müssten das aber auch wissen und das werde seine Aufgabe sein, freute sich der neue Kommunikationschef auf seine Arbeit . (apa/red)
