Zufälliger Drogenfund auf Autobahn A8:
Polizei stellt 15kg Heroin und Kokain sicher
- Kurier wollte Suchtmittel per Auto nach Ungarn bringen
- Mann wegen zu hoher Geschwindigkeit aufgehalten
·Polizei stellt 100 Kilo Kokain sicher!
Internationaler Drogenring in Linz ausgehoben
·Drogen-Skandal bei
Wiener Kriminalisten
Polizist soll Cannabis- Import mitgeplant haben
Der oberösterreichischen Exekutive ist erneut ein Schlag gegen den internationalen Suchtgifthandel gelungen. Auf der A 8, der Innkreisautobahn, ging den Fahndern ein 40-jähriger Drogenkurier ins Netz. In der Fahrzeugverkleidung seines Mietwagens waren fast 15 Kilo Heroin und Kokain versteckt. Das teilte die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Donnerstag mit. Der Verdächtige war wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung kontrolliert worden.
Am 22. Dezember 2004 reiste der 40-jährige Schwarzafrikaner mit dem Mietwagen von Holland via Deutschland nach Österreich. Weil er zu schnell unterwegs war, hielten ihn Beamte der Verkehrsabteilung im Bereich von Marchtrenk an. Im Zuge der Kontrolle stellten sie fest, dass am Fahrzeug keine Vignette angebracht war.
Nachdem dem Lenker erklärt worden war, er habe 170 Euro Strafe zu zahlen, war dieser "ohne jegliche Gemütsregung oder Diskussion willens" zu bezahlen, so die Sicherheitsdirektion. "Er erweckte den Anschein, die Amtshandlung so schnell wie möglich hinter sich bringen zu wollen, um weiterfahren zu können". Zudem sei der Verdächtige äußerst gelassen und höflich gewesen. Als Grund seiner Reise gab er an, zu seinem Bruder nach Ungarn reisen zu wollen.
Eine Kontrolle der Dokumente ergab aber schließlich, dass gegen den 40-jährigen ein aufrechtes Einreise- und Aufenthaltsverbot im Schengener Gebiet bestehe. Mit Hilfe eines Spürhundes wurden im Bereich der Heckklappe, der hinteren Seitenwände sowie im Reserverad rund 14,7 Kilo Kokain und Heroin in 29 mit Klebeband eingewickelten Paketen gefunden. Interpolermittlungen hätten ergeben, dass das Suchtgift für den ungarischen Markt bestimmt gewesen wäre, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Der Verkaufswert der Drogen betrage 1,5 Millionen Euro.
(apa/red)
