Comeback von Jörg Haider? Haubner könnte an der FPÖ-Spitze abgelöst werden
- Parteichefin schließt Rückkehr ihres Bruders nicht aus
- Scheuch sieht keine Obmann-Debatte in seiner Partei
·FPÖ: Bis 2006 keine personellen Wechsel
Haubner fordert Erhöhung der Mindestpensionen
Die Obmann-Debatte in der FPÖ ist scheinbar stets aktuell. Obfrau Haubner erklärte am Dienstag, sie könne sich vorstellen, dass sie im Frühjahr am Parteitag von ihrem Bruder, Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, an der Parteispitze abgelöst wird. FP-Generalsekretär Scheuch wies dies am Abend zurück: In der Partei gebe es keine Obmanndebatte, erklärte er gegenüber der APA.
"Es gibt weder einen Grund, noch einen Anlass für eine derartige Diskussion, weil Haider selbst mehrmals erklärt hat, für den Parteivorsitz nicht zur Verfügung zu stehen", so Scheuch. Obfrau Haubner hatte zuvor im ORF-Interview noch Gegenteiliges verkündet: "Wenn Jörg Haider sagt, er übernimmt die Partei, er möchte als Parteiobmann wieder kandidieren, dann wird sicher der Bundesparteivorstand dementsprechend entscheiden."
Scheuch betonte, es sei in diesem "Report"-Interview u.a. auch um die Rolle Haiders in der FPÖ gegangen. Haubner sei jedenfalls bis zum nächsten ordentlichen Parteitag - voraussichtlich im Juni dieses Jahres - als Bundesparteiobfrau gewählt. Am Parteitag wird dann "das Team bestätigt, ergänzt oder erneuert", so Scheuch.
Im Büro des Landeshauptmanns in Klagenfurt hieß es, Haider wolle zu diesem Thema nicht Stellung nehmen.(apa/red)
