Dienstag, 11. Jänner 2005

Massenkarambolage auf Westautobahn: Bis zu 50 Fahrzeuge ineinander gekracht!

  • Umgestürzter Lkw und dichter Nebel - 20 Verletzte!
  • Unfallserie auf der S 5 bei Krems forderte Todesopfer

Bei der Massenkarambolage auf der Westautobahn (A1) bei Haag im Bezirk Amstetten waren rund 90 Rotkreuzmitarbeiter aus Ober- und Niederösterreich im Einsatz, teilte das Rote Kreuz OÖ mit. Neben drei Hubschraubern waren u.a. sechs Notarzt- und 20 Rettungswagen sowie vier Fahrzeuge des Katastrophenhilfsdienstes an der Unfallstelle. Nach Angaben der Rettungsorganisation wurden fünf Schwer- und 19 Leichtverletzte versorgt.

Wie viele Fahrzeuge in die Unfallserie verwickelt waren, war auch am späten Nachmittag noch nicht genau bekannt, so die NÖ Sicherheitsdirektion. Die Aufräumarbeiten dauerten an, die Sperre der A1 in Fahrtrichtung Salzburg dürfte laut ÖAMTC noch bis 18.00 Uhr aufrecht bleiben.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich für die Einsatzkräfte sehr schwierig. Der Notarzthubschrauber "Christophorus 15" konnte anfangs auf Grund von schlechter Sicht nicht landen, schaffte es aber schließlich doch. Noch schwerer hatten es die Rettungsfahrzeuge, denn viele nachkommende Pkw waren dem Stau nach rechts ausgewichen und blockierten auf diese Weise den Pannenstreifen. In den Mittagsstunden wurde die A1 kurzfristig auch in Fahrtrichtung Wien gesperrt, um Einsatzwagen und Räumkommandos den Weg zur Unfallstelle freizumachen.

ÖAMTC und ARBÖ appellierten an die Autofahrer, auch in den kommenden Tagen Vorsicht walten zu lassen, auf Sicht zu fahren, das Tempo zu reduzieren und stets bremsbereit zu sein. Während der ÖAMTC für die Entschärfung des vom Nebel gefährdeten Abschnittes bei Amstetten die Errichtung einer Nebelwarnanlage nach Vorbild des oberösterreichischen Seengebietes vorschlug, drängte der ARBÖ darauf, die Nebelpunkte farblich aufzufrischen.

Unfallserie auf S 5 forderte ein Todesopfer und drei Verletzte
Ein Todesopfer und drei Verletzte hat eine Unfallserie auf der S 5 (Stockerauer Schnellstraße) am Dienstag gefordert. Wie die ÖAMTC-Informationszentrale mitteilte, waren ein Gendarmeriebeamter und eine Lenkerin gerade mit der Aufnahme eines Unfalles beschäftigt, als zwei weitere Pkw kollidierten. Die Frau wurde von einem Fahrzeug erfasst und über den Wagen geschleudert.

Der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 2 flog die Schwerstverletzte ins Krankenhaus Krems, während das Team um Reanimierung bemüht war - vergeblich: Die Oberösterreicherin, Jahrgang 1978, verstarb im Spital. Nach ersten Angaben des ÖAMTC wurden auch der Beamte und mindestens zwei weitere Personen verletzt. Unfallursache könnte Straßenglätte gewesen sein. Wegen der Bergungsarbeiten wurde die S 5 zwischen Tulln und Königsbrunn in Fahrtrichtung Krems gesperrt. (apa)

11.1.2005 18:09