Dienstag, 11. Jänner 2005

Autobahnmord in Oberösterreich geklärt: Lkw-Fahrer von Drogendealern ermordet

  • Landsleute hielten den Türken für einen Polizeispitzel

Der Mord an einem 31-jährigen türkischen Lkw-Fahrer auf einem Parkplatz der Westautobahn A 1 in Linz, ist geklärt. Zwei Türken seien verdächtig, ihren Landsmann im vergangenen August erschossen zu haben, teilte die Polizei am Dienstag in einer Presseaussendung mit. Als Motiv habe einer der mutmaßlichen Täter "Streitigkeiten mit dem Lkw-Lenker wegen der Durchführung eines Suchtgiftgeschäftes" angegeben.

Am 23. August hatten zwei Spaziergängerinnen die Leiche des Mannes in einem Gebüsch nahe der A 1 entdeckt. Der Türke war durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet worden. Über die Identität des Opfer und den Hintergrund des Gewaltverbrechens herrschte zunächst Unklarheit.

Ende August wurde der Sattelzug des Mordopfers bei einer Autobahnraststätte in Haag am Hausruck (Bezirk Grieskirchen) sichergestellt. Mitte Oktober stand dann die Identität des Mannes fest. Bei dem Toten handelte es sich um einen 31-jährigen Türken, der mit einem Sattelzug in der Türkei gefertigte Möbelstücke nach Holland hätte transportieren sollen.

Nun konnten in Zusammenarbeit mit Wiener Kriminalisten zwei Türken im Alter von 41 und 60 Jahren ausgeforscht werden, teilte die Polizei mit. Die beiden Männer wurden wegen des Verdachtes des Mordes in Wien festgenommen. Der 41-Jährige habe ein Teilgeständnis abgelegt, der 60-jährige habe "konkrete Angaben zum Sachverhalt" verweigert. Das Duo wurde in ein Gefangenenhaus eingeliefert. (apa)

11.1.2005 11:40