Die AUA stellt klar: Grasser ist Spitzen-repräsentant des größten Eigentümers
- Der Finanzminister ist aber auch ein "guter Kunde"
- Grasser verteidigt sich: "Man soll Kirche im Dorf lassen"
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Die Austrian Airlines Group (AUA) nahm Dienstag Früh noch einmal Stellung zum "Upgrade" für den Urlaubsflug von Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) auf die Malediven. Grasser sei, wie bekannt, als Privatperson gereist. Die AUA sehe ihn "dennoch als Spitzenrepräsentanten des anteilsmäßig größten Eigentümers, aber vor allem auch als guten Kunden". Demnach habe man sich entschlossen, das "Upgrading" in die Business Class durchzuführen, hält die AUA "abschließend" fest.
Grasser hatte am Montag erklärt, er habe das "Upgrading" als guter Kunde erhalten und er habe keinen politischen Einfluss auf die AUA - nachdem die AUA zuvor schon festgehalten hatte, man habe ihm dies als "Vertreter des größten Eigentümers" zukommen lassen.
Am Samstag hatte Grassers Kabinettschef Matthias Winkler das Upgrade noch damit begründet, dass Grasser "als Privatperson seit vielen Jahren Fluggast dieser Linie ist". Die Aufbesserung seines Economy-Tickets auf die teure Business-Class sei Grasser "wie auch anderen Kunden" gewährt worden.
Grasser verteidigt sein Upgrade
Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat sein kostenloses "Upgrade" für seinen Urlaubs-Flug auf die Malediven verteidigt. "Ich habe hier ganz normal etwas angeboten bekommen, was viele gute Kunden von vielen anderen Unternehmen auch angeboten bekommen haben. Daher: Man soll die Kirche im Dorf lassen", sagte Grasser im Ö1-"Abendjournal".
Auch die These, dass er als Finanzminister politischen Einfluss auf die AUA nehmen könnte, wies Grasser zurück. "Ich bin weder die politische Kontrolle der AUA noch sonst etwas." Die ÖIAG sei entpolitisiert, die AUA eine börsenotierte Gesellschaft.(apa)
