Montag, 10. Jänner 2005

Wiener Taxifahrer wurde nieder-gestochen: Rund 20-jährige Täterin flüchtig

  • Mann fuhr noch in Rettungszentrale - in Spital geflogen
  • Kein Geld gestohlen: Motiv der Täterin noch unklar

Ein Wiener Taxilenker ist Montag früh in der Leopoldstadt von einer Kundin niedergestochen worden. Die junge Frau wollte von dem 58-Jährigen in die Böcklinstraße gebracht werden. Auf dem Weg dorthin stieg sie kurz aus, weil sie bei einer Trafik Geld wechseln wollte. Danach stieg die etwa 20-Jährige ins Taxi, stach zu und flüchtete, teilte Dr. Hannes Scherz von der Kriminaldirektion 1 (KD 1) mit.

Der Taxler, der aus Wien-Landstraße stammt, konnte noch vom Tatort in der Franzensbrückengasse in die nahe gelegene Rettungszentrale in der Radetzkystraße fahren. Dort machte er die Helfer auf sich aufmerksam. Der 58-Jährige erlitt eine Stichverletzung im rechten Brustkorb. Vermutlich sei seine Lunge verletzt, so Scherz. Er wurde in ein Wiener Spital geflogen.

Eine erste Alarmfahndung der Polizei hat noch kein Ergebnis gebracht. Derzeit werde das Fahrzeug nach Spuren untersucht, teilte Dr. Hannes Scherz von der Kriminaldirektion 1 (KD 1) mit. Es wurde in dem Auto ein verbogenes Messer gefunden. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, ist noch nicht geklärt, sagte Scherz. Geld habe keines gefehlt.

Es sei auch noch unklar, was das Motiv der Täterin sei, ob sie den Taxifahrer berauben wollte oder die Fahrt nicht bezahlen wollte, so Scherz. Man stehe noch am Anfang der Ermittlungen. Der 58-jährige Taxler werde am Montag oder Dienstag einvernommen. Der Mann ist laut Scherz nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Polizei hofft jetzt auch auf Zeugen, die die Tat beobachtet haben. Laut Beschreibung des Taxlers handelt es sich bei der Frau um eine ca. 20 Jahre alte Inländerin. Sie trug einen blonden Pagenschnitt. Hinweise nimmt die Gruppe Unger der Kriminaldirektion 1 unter der Wiener Telefonnummer (01)31310/Dw.33140 oder beim Journaldienst unter Dw.33800 entgegen. (apa)

10.1.2005 14:14