Freitag, 7. Jänner 2005

Erfolgreiches Jahr 2004 für Frankreichs Autokonzerne: Renault & Peugeot im Plus

  • Renault mit annähernd drei Milliarden Euro Überschuss
  • PSA Peugeot Citroen mit Absatzplus von 2,7 Prozent

Für die französischen Autobauer Renault und Peugeot Citroen war das abgelaufene Jahr ein durchwegs positives: Renault verzeichnete annähernd drei Milliarden Euro Überschuss, Peugeot Citroen erzielte ein Absatzplus von 2,7 Prozent.

Im Bild: Peugeot 206

Der Vorrang für den Ertrag in schwierigen Märkten wie Deutschland und die Expansion in den Schwellenländern haben Renault im vergangenen Jahr nach Presseberichten einen Rekordgewinn beschert. Der Überschuss liege bei drei Mrd. Euro, berichtet die Pariser Finanzzeitung "La Tribune" in ihrer Freitagausgabe. Der Konzern will die Zahlen am 8. Februar bekannt geben. Einen Teil der Erträge wird erneut die Renault-Beteiligung Nissan beisteuern, die von Ghosn auf Gewinnkurs gebracht wurde.

Am Donnerstag hatte der Renault-Konzern einen weltweiten Absatzanstieg 2004 um 4,2 Prozent auf 2,49 Mio. Autos bekannt gegeben. Die Stammmarke Renault erhöhte den Absatz um 4,5 Prozent auf 2,3 Millionen und blieb in Westeuropa Marktführer mit 10,8 Prozent Marktanteil. Dabei gingen die Zulassungen in Deutschland um 19 Prozent auf 181.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zurück. Der Absatz der koreanischen Tochtermarke Samsung brach um 23,7 Prozent ein, während die rumänische Tochter Dacia mit ihrem neuen Billigmodell Logan um 38,6 Prozent zulegte.

PSA Peugeot Citroen 2004 mit Absatzplus von 2,7 Prozent
Trotz eines Rückgangs im Heimatmarkt Frankreich und in Deutschland hat der Autokonzern PSA Peugeot Citroen im vergangenen Jahr den Absatz weltweit um 2,7 Prozent auf 3,375 Mio. Fahrzeuge gesteigert. Der Weltmarktanteil liege damit bei 5,6 Prozent, teilte PSA am Freitag in Paris mit. In Westeuropa sank der Marktanteil von 15,4 auf 14,7 Prozent. Verkaufsrenner war erneut der Peugeot 206 mit 800.000 Exemplaren. Gut lief der Verlauf der neuen Modelle Peugeot 407 mit 151.000 und Citroen C4 mit 39.000 Autos an.

In Frankreich blieb PSA mit 31,9 Prozent zwar Marktführer, doch sank der Absatz um 2,7 Prozent auf 772 000 Autos. In Deutschland ging der Marktanteil bei einem Absatz von 194.000 Fahrzeugen um 0,3 Punkte auf 5,6 Prozent zurück. Marktführer blieb PSA in Spanien mit 21,4 Prozent Marktanteil und 395.000 verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Einen Rückgang um neun Prozent gab es in Großbritannien, wo PSA einen Marktanteil von 10,8 Prozent hielt.

Außerhalb Europas steigerte PSA den Absatz um 16,3 Prozent auf 951.000 Fahrzeuge. Die Verkäufe kletterten in Lateinamerika um 31 Prozent auf 143.000 und in Osteuropa um 28 Prozent auf 220.000. Dagegen gab es im umkämpften chinesischen Markt einen Rückgang um 13 Prozent auf 90.000 Fahrzeuge. Für 2005 erwartet PSA weltweit einen verschärften Preiskampf und eine leichte Absatzsteigerung.
(apa)

7.1.2005 10:36