Freitag, 7. Jänner 2005

Alles rund um den Umzug: Was Sie beim Wohnungswechsel alles beachten sollten

  • Von der Kartonbesorung bis zum Nachsendeauftrag
  • PLUS: Die besten Tipps für den Umzug im Überblick

Wer seinen Wohnort wechselt, ist in bester Gesellschaft. In erster Linie sind es berufliche Gründe, die die Öster- reicher zum Umzug zwingen. Denn Mobilität ist in der heutigen Zeit Voraussetzung für beruflichen Erfolg. Egal, ob sie nur die Wohnung wechseln oder auch gleich die Stadt: Wir haben hier die besten Tipps für einen Do-it-yourself-Umzug bzw. für den Wohnungswechsel mit einem professionellen Umzugsunternehmen.

Do-it-yourself-Umzug: günstig, aber anstrengend

  • Umzugskartons besorgen
    Umzugskartons gibt es in verschiedenen Größen. Je nach Format kosten sie zwei bis drei Euro. Sollten Sie noch alte Kartons von einem vorausgegangenen Umzug besitzten, prüfen Sie, ob diese auch noch ihren Dienst tun. Als Regel ist zu beachten: Große Kartons für leichte Gegenstände verwenden und kleine für schwere, wie zum Beispiel Bücher.

  • Ausmisten
    Jeder Umzug ist eine willkommene Gelegenheit, sich von überflüssigen Dingen zu trennen. Beginnen Sie mit dem Ausmisten am besten im Keller und auf dem Dachboden. Denn dort werden in der Regel Gegenstände gehortet, die lediglich sentimentalen Wert besitzen. Was Sie nicht (mehr) brauchen, gehört auf den Müll oder auf den Flohmarkt, nicht in den Umzugskarton. Auch Hilfsorganisationen sind für Sachspenden dankbar.

  • Richtig packen
    Achten Sie darauf, dass zerbrechliche Sachen gut geschützt sind und die Kartons nicht zu schwer werden. Für Bücher sollten nur kleine Kisten verwendet werden. Ratsam ist es auch, Bücher mit leichteren Gegenständen zu mischen.

  • Kartons beschriften
    Damit Sie sich nach dem Umzugsstress leicht orientieren können, sollten Sie Ihre Umzugskartons beschriften. Oft fehlt nach dem Umzug auch die Zeit, sich gleich wieder einzurichten. Um die ersten Tage gut zu überstehen, sollten Sie Kartons mit den wichtigsten Alltagsgegenständen packen: Kleidung für eine Woche, Toilettartikel und Küchenutensilien.

  • Kleintransporter mieten
    Mieten Sie einen Kleintransporter, damit sich die Übersiedelung mit nur einer Fahrt erledigen lässt. Achten Sie darauf, dass Sie auch den richtigen Führerschein für das gemietete Transportmittel besitzen. Wenn dies nicht der Fall ist, organisieren Sie einen Fahrer.

  • Helfer organisieren
    Bitten Sie Freunde und Verwandte, Ihnen beim Umzug zu helfen. Sorgen Sie für ausreichend Verpflegung, damit Ihre Freunde auch Ihre Freunde bleiben.

  • Parkplätze sichern
    Wer schwere Kisten schleppt, möchte keine langen Wege zurücklegen. Sichern Sie sich deshalb rechtzeitig Parkplätze, und zwar direkt vor der alten und der neuen Wohnung.

    Umzug mit einem Umzugsunternehmen: bequem, aber teuer

  • Preisvergleiche anstellen
    Der Preis für den Umzug richtet sich nach der erbrachten Leistung. Dabei gehen Spediteure auf unterschiedliche Art und Weise vor: Die einen rechnen nach Aufwand und die anderen nach Stunden ab. Wieder andere bieten einen Festpreis an. Wer eine Stundenabrechnung vorzieht, muss mit Mehrkosten von 10 bis 20 Prozent rechnen. Denn oft kommt der Zeitrahmen durcheinander, sodass der Preis höher wird als erwartet. Bestehen Sie deshalb am besten auf einem Festpreis. Vorsicht bei Billigangeboten: Das billigste Angebot ist nicht unbedingt das beste - ausschlaggebend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Billiganbieter ködern Ihre Kunden oft mit billigen Pauschalpreisen, treiben dann aber mit Aufschlägen den Preis in die Höhe. Verlangen Sie auch immer einen Kostenvoranschlag, um sich vor nachträglichen Preiserhöhungen zu schützen.

  • Umzugsliste erstellen
    Erstellen Sie eine Umzugsliste, in der Sie alle Möbel und Kartons auflisten. So können Sie die Preiskalkulation besser beurteilen und sich vor nachträglichen Preisaufschlägen schützen.

  • Transportversicherung abschließen
    Da Möbelspeditionen nur für bestimmte Gegenstände und nur bis zu einer bestimmten Summe haften, ist es sinnvoll, zusätzlich eine Transportversicherung abzuschließen.

  • Reklamationsfristen beachten
    Kommt es zu Transportschäden, trägt der Kunde die Beweislast. Leicht erkennbare Schäden sollten Sie deshalb sofort melden. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern prüfen Sie Ihren Hausrat sorgfältig. Erst dann sollten Sie unterschreiben, dass alles ordnungsgemäß abgeliefert wurde.

  • Bezahlungsmodalitäten
    Klären Sie rechtzeitig, wann und wie gezahlt wird - sofort nach dem Umzug, oder erst wenn Sie die Rechnung erhalten haben.

  • Was bei einem Wohnortwechsel sonst noch zu beachten ist:
    - Konten löschen und neu einrichten, Einzugsermächtigungen kündigen, Daueraufträge umschreiben
    - Nachsendeauftrag bei der Post beantragen
    - Telefon, Internet, Kabel, Strom und Gas ab- bzw. ummelden

    7.1.2005 17:30