Freitag, 7. Jänner 2005

Kinder von Rauchern sind schlechtere Schüler: Bereits geringe Mengen schädlich

  • Schlechtere Leistungen im Schreiben und Rechnen
  • Auch beim logischen Denken deutlich schlechtere Werte

Tabakrauch beeinträchtigt selbst in geringster Konzentration die geistige Entwicklung von Kindern. Die bisher umfangreichste Untersuchung über die Auswirkungen von Nikotin in der Umwelt auf die Entwicklung von Kindern ergab, dass schon kleinste Mengen zu einer schlechteren Schulleistung führen. Beim Schreiben, Rechnen und logischen Denken schnitten Raucherkinder wesentlich schlechter ab als Kinder von Nichtrauchern.

Die Forscher aus Cincinnati maßen bei rund 4.400 Kindern von sechs bis 16 Jahren die Konzentrationen des Nikotin-Abbauproduktes Kotinin im Blut. Zu der Studie wurden nur Kinder zugelassen, deren Kotinin-Konzentration eigenen aktiven Zigarettenkonsum ausschloss. Je höher die festgestellten Kotinin-Werte im Blut waren, desto schlechter schnitten die Kinder generell in den Tests ab.

"Diese Abnahmen sind vielleicht für ein einzelnes Kind nicht bedeutend, aber sie haben enorme Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, denn Millionen Kinder sind in den USA Tabakrauch ausgesetzt", schreibt Untersuchungsleiterin Kimberly Yolton in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives". Schätzungen zufolge sind 43 aller amerikanischen Kinder in der Wohnung Tabakrauch ausgesetzt, 85 Prozent aller Kinder haben nachweisbare Kotinin-Werte im Blut. (APA/red)

7.1.2005 10:05