Burgstaller setzt durch: Abtreibungen ab April in Spezialambulanz im Salzburger LKH
- Die alte Chirurgie des Spitals wird dafür adaptiert
- Ein Wiener Ärzteteam führt die Eingriffe durch
Ab April 2005 werden an den Salzburger Landeskliniken auf Wunsch Abtreibungen durchgeführt. LH Gabi Burgstaller (S) hat dies gegen den Widerstand des Regierungspartners ÖVP ermöglicht. Für die Spezialambulanz werden Räumlichkeiten der alten Chirurgie adaptiert. Die Eingriffe werden jeweils am Samstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr von einem Wiener Ärzteteam vorgenommen - pro Woche werden allerdings maximal 15 Termine vergeben, wurde nach Absage der gestrigen Pressekonferenz am Mittwoch bekannt.
Für einen Schwangerschaftsabbruch sind 425 Euro zu bezahlen. Das sei kostendeckend, wird der Geschäftsführer der Salzburger Landeskliniken, Max Laimböck, zitiert. Aus sozialen Gründen kann Betroffenen ein Nachlass von 50 oder 100 Euro gewährt oder aus einem Unterstützungsfonds beantragt werden.
In den Räumlichkeiten der alten Chirurgie werden neben dem Eingriffsraum auch ein Besprechungs-, Warte-, Umkleide-, Aufwach- und Mitarbeiterzimmer eingerichtet. Die notwendige Ausstattung - vom Gynäkologiestuhl über Ultraschall bis zur Vakuumpumpe - ist zum Großteil im Depot vorrätig. Die ärztliche Leitung der neuen Ambulanz übernimmt Christian Fiala, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vom Gynmed-Ambulatorium in Wien.
Für die Organisation wird die Familienplanungsstelle verantwortlich zeichnen. Um die Beratung kümmert sich das Frauengesundheitszentrum ISIS. (apa)
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