Nationalteam: Letzter WM-Ankick

Hans Krankl hofft in der WM-Qualifikation noch auf ein Wunder. Muss er nach den März-Partien gegen Wales zurücktreten?
Das geplante Wintercamp in Florida haben ihm die Klubs eiskalt abgedreht. Und derzeit liegt Teamchef Hans Krankl wieder einmal im Clinch mit GAK-Trainer Walter Schachner, weil der seine Kicker im Hinblick auf die eigenen UEFA-Cup-Ambitionen nicht für das Trainingslager der Nationalmannschaft auf Zypern (6. bis 9. Februar) freigeben will.
Schicksalsspiele. Dabei stehen dem rotweißroten Team bereits Ende März wieder einmal zwei Schicksalsspiele ins Haus: In der Doppelrunde gegen Wales am 26. März in Cardiff und am 30. März in Wien gehts um die allerletzte Chance für die WM-Endrunde 2006 in Deutschland. Nur zwei volle Erfolge halten das Rennen zumindest bis in den Herbst hinein offen. Das weiß keiner besser als Hans Krankl: Wir brauchen gegen Wales zwei Siege, weil wir davon ausgehen können, dass die Polen gleichzeitig ihre zwei Spiele gegen die leichteren Gegner in unserer Gruppe gewinnen. Nur dann dürfen wir im September in Polen auf ein Entscheidungsmatch hoffen. Wir brauchen also mehrere Wunder (siehe auch Interview im neuen NEWS).
Hinter den Kulissen wird im ÖFB aber längst an Alternativen zum aktuellen Teamchef gebastelt mit den üblichen Verdächtigen wie Ex-Sturm-Professor Ivica Osim oder Noch-Kaiserslautern-Coach Kurt Jara. Denn auch Krankl ist klar: Wenn die WM-Quali für Österreich nach den zwei März-Spielen kein Thema mehr ist, muss sofort im Hinblick auf die Heim-EM 2008 umgedacht werden. Konkret: In den gut drei Jahren bis zur Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz muss dann alles dafür getan werden, ein schlagkräftiges Team mit Perspektive aufzubauen. Teamstützen wie Didi Kühbauer, Ivica Vastic oder Toni Ehmann würden aufgrund ihres Alters höchstwahrscheinlich sofort ausgemustert, und Ligaspielpläne mit genügend Platz für längere Trainingslager der Nationalmannschaft müssten erstellt werden.
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PLUS: Hans Krankl im NEWS-Interview: In der WM-Quali brauchen wir mehrere Wunder
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