Trotz Rekordinvestition: ÖBB erwarten
kaum Fahrgastzuwächse bis 2010
- Business-Plan: Nur 0,5 Prozent Passagierzuwachs
- Bahn wird gegen Straße wieder an Marktanteil verlieren
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Investitionen von rund 1,4 Milliarden Euro geplant
Trotz Rekordinvestitionen rechnen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) in den nächsten Jahren offenbar kaum mit einem weiteren Anstieg der Fahrgastzahlen. Wie eine österreichische Tageszeitung berichtet, geht das neue ÖBB-Management im jüngsten Business-Plan, der bereits vom Aufsichtsrat abgesegnet worden ist, davon aus, dass die Zahl der Fahrgäste bis zum Jahr 2010 um jährlich nur 0,5 Prozent zulegen wird.
Der Vorstand rechne offenbar damit, dass es überhaupt nur im Nahverkehr zu größeren Zuwächsen kommen werde - denn die Zahl der gefahrenen Zugkilometer soll laut dem Papier auf dem heutigen Niveau verharren. Vergleichsweise hoch seien die Planzahlen für den Güterverkehr. Dessen Umsätze sollen jährlich um 1,7 Prozent wachsen, die Zahl der beförderten Tonnen jährlich um 1,5 Prozent steigen, schreibt die "Presse" weiter.
Das ist allerdings deutlich unter den Werten, um die der gesamte Verkehrssektor wachsen wird. Die Bahn wird damit gegen die Straße weiter an Marktanteil verlieren.
Der ÖBB-Investitionsplan auf der anderen Seit sieht laut Zeitung vor, dass heuer 1,678 Mrd. Euro von der Bahn investiert werden. In den nächsten beiden Jahren soll dieser Betrag noch erhöht werden und danach wieder sinken. In Summe sollen bis 2010 rund 9,5 Mrd. Euro in das Unternehmen fließen.
Der Löwenanteil der Investitionen fließt in den nächsten Jahren in den Bau neuer Strecken. Für den Güterverkehr ist keine Steigerung der Investitionen vorgesehen, für den Personenverkehr ist 2006 und 2007 eine Offensive geplant. ÖBB-Chef Martin Huber hat bereits angekündigt, die Qualität des Personenverkehrs heben zu wollen.(apa)
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