Mittwoch, 5. Jänner 2005

Pensionen: Bis zu 8.000 Betroffene erhalten von der PVA Rückzahlungen

  • Ausgleich für hohe Reform-Verluste bis Ende März
  • Bedingungen: Mehr als 5% Verlust oder "Hackler"

Wer durch die Pensionsreform 2003 mehr als fünf Prozent seiner Pension verloren hat, bekommt heuer eine Rückzahlung. Davon profitieren werden nach einer Schätzung der Pensionsversicherungsanstalt 7.000 bis 8.000 Personen, die im Vorjahr in Pension gegangen sind. Die Rückzahlungen sollen möglichst bis Ende März abgewickelt werden, kündigt der stellvertretende PVA-Generaldirektor Johannes Jungwirth an.

Die Betroffenen werden ihr Geld voraussichtlich mit der März-Pension erhalten. Bei Auslands-Pensionisten könne es aber länger dauern, so Jungwirth. Genaue Zahlen für das Jahr 2004 liegen noch nicht vor. Derzeit läuft laut Jungwirth eine EDV-Auswertung. "Wir denken, dass wir bis Ende Jänner wissen, was die Fallzahlen betrifft", schätzt der PVA-Vize. Nach Durchführung der Pensionsanpassung sollen die Neuberechnungen bis Ende März über die Bühne gehen.

Größere budgetäre Belastungen aus der Rückzahlungsaktion, die im Zusammenhang mit der Harmonisierung beschlossen wurde, erwartet Jungwirth nicht. Er verweist darauf, dass nach bisherigen Schätzungen nur maximal 8.000 von 1,6 Mio. Pensionisten von den Rückzahlungen betroffen sind. Das sei lediglich ein verschwindend geringer "Miniaturanteil".

Rückzahlungen bei mehr als fünf Prozent Verlust und als "Hackler"
Konkret werden zwei Personengruppen von den Rückzahlungen profitieren: Erstens all jene, die durch die Pensionsreform 2003 mehr als fünf Prozent ihrer Pensionsansprüche verloren haben. Durch den damals eingezogenen "Deckel" waren ja Verluste bis zu zehn Prozent möglich. Im Zuge der Harmonisierung wurde der Deckel aber rückwirkend auf fünf Prozent halbiert (er steigt bis 2024 allerdings in Viertelprozent-Schritten wieder auf zehn Prozent an). Zweitens können auch Frühpensionisten Rückzahlungen erhalten, wenn sie unter die "Hackler-Regelung" (lange Versicherungsdauer) fallen.

Wie viele der 2004 neu eingetretenen Pensionisten durch die Pensionsreform 2003 mehr als fünf Prozent verloren haben, ist noch unklar. Genaue Zahlen liegen vorerst nur für die ersten drei Quartale vor. Demnach kamen per Ende September rund 6.750 Pensionisten auf einen Verlust zwischen fünf und zehn Prozent. Das entspricht etwa einem Fünftel der in diesem Zeitraum insgesamt zuerkannten 31.740 Pensionen. (apa)

5.1.2005 11:01