Mittwoch, 5. Jänner 2005

Durchschnittswert im Jahr 2004: Rund 286.500 Menschen offiziell ohne Arbeit!

  • Dramatisch: Höchster Wert in Zweiter Republik!
  • Vom neuerlichen Zuwachs vor allem Frauen betroffen

Im Jahr 2004 waren im Jahresschnitt insgesamt 243.880 Personen arbeitslos gemeldet, das waren um 3.801 mehr als im Jahr 2003. Rechnet man die 42.645 in Schulung befindlichen Arbeitslosen (Jahresschnitt 2004) dazu, erhöht sich die Zahl der Jobsuchenden im Jahresschnitt auf 286.525 Betroffene und erreicht damit in absoluten Zahlen den höchsten Wert der Zweiten Republik.

Rechnet man zu den offiziellen Dezember-Arbeitslosenzahlen die 41.434 in Schulung befindlichen Personen dazu, waren im Dezember 339.583 Österreicher auf Jobsuche. Im Jahresvergleich zurückgegangen ist die Jugendarbeitslosigkeit: Bei den 15- bis 19-Jährigen betrug der Rückgang 7,45 Prozent, bei den 20- bis 24-Jährigen lediglich 0,75 Prozent. Insgesamt waren jedoch im Dezember 47.703 Jugendliche ohne Job.

Gestiegen ist im Dezember die Beschäftigung. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten erhöhte sich im Jahresvergleich - um 10.573 Schulungsteilnehmer bereinigt - um 1,47 Prozent oder um 45.844 auf 3,166.596 Personen. Experten gehen allerdings davon aus, dass der Anstieg vor allem auf Teilzeitjobs zurückzuführen sei.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung betrug im Dezember 8,6 Prozent gegenüber 7,1 Prozent im November und 8,7 Prozent vor einem Jahr. Die EU-Quote blieb mit 4,5 Prozent unverändert.

Anstieg auch im Dezember unverändert
Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist auch im Dezember weiter gestiegen. Mit 298.149 Jobsuchenden betrug der Zuwachs im Jahresvergleich 0,42 Prozent oder 1.233 Personen. Gegenüber November betrug der Anstieg kräftige 20,8 Prozent oder 51.423 Personen. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen waren auch im Dezember ausschließlich Frauen.

Während die Zahl der männlichen Jobsuchenden um 0,33 Prozent auf 189.749 Personen zurückging, gab es bei den Frauen einen Zuwachs um 1,75 Prozent auf 108.400, geht aus der aktuellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Während die Zahl der männlichen Jobsuchenden um 0,33 Prozent auf 189.749 Personen zurückging, gab es bei den Frauen einen Zuwachs um 1,75 Prozent auf 108.400, geht aus der aktuellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. (apa/red)

5.1.2005 12:27