Mega-Fusion im Wintersport: Quicksilver will Skihersteller Rossignol kaufen
- Auch Nike soll Interesse am Ski-Giganten zeigen
- Rossignol-Aktien um rund 12 Prozent gestiegen
Der amerikanische Sportkleidungshersteller Quicksilver Inc. will den weltgrößten Skihersteller Rossignol kaufen. Quicksilver wolle im Outdoor-Bereich expandieren, sagte Konzernchef Bernard Mariette der Pariser Wirtschaftszeitung "Les Echos". Die Gespräche mit dem Rossignol-Mehrheitseigner Laurent Boix-Vives seien aber noch nicht beim Preis angelangt. Boix-Vives erklärte der Zeitung, er habe noch nicht auf die Absichtserklärung von Quicksilver geantwortet. In Analystenkreisen wird erwartet, dass auch Nike und andere Sportkleidungshersteller Interesse an Rossignol haben.
Durch den Zeitungsbericht stieg das Interesse an den Aktien des französischen Skiherstellers kräftig. Je Aktie wurden in der Früh 17,26 Euro und damit gut 12 Prozent mehr als bei Börsenschluss Ende Dezember gezahlt. In den vergangenen Monaten hatte die Rossignol-Notierung zumeist zwischen 13 und 14 Euro gelegen, bevor Übernahmegerüchte Anfang Dezember einsetzten.
Die Familie des 78-jährigen Firmengründers hält 45 Prozent des Kapitals und 63 Prozent der Stimmrechte an der Groupe Rossignol. Boix-Vives sucht nach Käufern, weil seine beiden Töchter kein Interesse haben, das Unternehmen fortzuführen. Rossignol kam im Geschäftsjahr 2003/2004 (bis Ende März) auf 478,6 Mio. Euro Umsatz und einen Überschuss von 7,2 Mio. Euro.
Das Unternehmen stellt 30 Prozent aller weltweit verkauften Skier her und ist in den Bereichen Golf und Skischuhe aktiv. 40 Prozent des Umsatzes werden in den USA erzielt. Quicksilver kam dank der zugekauften DC Shoes im Geschäftsjahr 2003/2004 (bis Ende Oktober) auf 1,27 Mrd. Dollar Umsatz und 81,4 Mio. Dollar Überschuss. (apa/red)
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