Harte interne Konkurrenz: Verstärkter Kampf ums "Leiberl" im ÖSV-Team
- Chefcoach Pointner: 'Das müssen sie sich auskämpfen'
- "Wir haben ein super funktionierendes Trainerteam"
Jahre lang gab es bei den ÖSV-Springern das gleiche Mannschaftsbild: Zumindest ein Sextett konnte sich seiner Starts in der gesamten Weltcup sicher sein. Auch deshalb, weil es am Druck von unten, also vom Nachwuchs, fehlte. Mit der Verpflichtung von Cheftrainer Alex Pointner, der sich zuletzt auch als Trainer der zweiten Garde einen Namen gemacht hat, hat sich daran doch einiges geändert. Abgesehen von der Tournee wurde zumindest der am schlechtesten platzierte "Adler" durch einen aus der Trainingsgruppe zwei ersetzt.
Für Wolfgang Loitzl, der sich unter den Top vier im ÖSV-Team etabliert hat, bedeutete dies vor allem eines: "Mein Zimmerkollege hat schon des öfteren gewechselt." Die gesteigerte Fluktuation im österreichischen Adlerhorst hat freilich auch für größeren Druck speziell bei den "Teamnachzüglern" gesorgt.
Cheftrainer Pointner wurde im Zuge der Tournee immer wieder auf die Zweiklassen-Gesellschaft in seinem Team angesprochen. "Wir sind derzeit die einzige Mannschaft, die drei Spitzenleute hat und ich bin froh, dass wir drei solchen Springer haben." Jene Leute, die eine Weltcuppause einlegen müssen und im Kontinentalcup weitermachen bzw. ein Spezialtraining bekommen, seien aber bestens versorgt.
"Wir haben ein super funktionierendes Trainerteam in der Nationalmannschaft und in der zweiten Garde", erklärt Pointner, der ja auch einige Jahre mit dem Cheftrainer der Trainingsgruppe zwei, Alexander Diess, zusammen gearbeitet hat. "Auch wenn ich mich um den siebenten oder achten Mann nicht so kümmern kann, sind da schon wieder zwei Trainer, die mindestens so viel Energie reinstecken wie ich und so wird keiner fallen gelassen."
Eine gewisse Unruhe stört den 34-jährigen Innsbrucker gar nicht. "Jeder möchte sich immer trocken an Land und niemand an seiner Position kratzen sehen. Aber damit müssen sie umgehen lernen. Ich werde ihnen die Sicherheit sicher nicht geben, weil es sind nicht immer nur die Acht, die zum Weltcup gehen, die Besten. Das müssen sie sich auskämpfen."
Auch zu seiner aktiven Zeit habe es eine sehr starke Mannschaft geben. "Wenn ich damals keine Weltcuppunkte gemacht habe, und damals gab es die nur für die ersten 15, dann war ich draußen", erinnert sich Pointner. (apa)
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