Rekordmann Janne Ahonen: Finne vor Tournee-Grand-Slam und Rekord an Siegen
- Nach Hannawald erst 2. Springer in der Geschichte
- Rekord an Siegen in einer Saison liegt bei elf Erfolgen
·Janne Ahonen fliegt wieder allen davon
Isel-Sieg vor Malysz, Janda
und Thomas Morgenstern
·Ahonen gewinnt auch in Garmisch!
Morgenstern auf Platz 2, tolles Ergebnis für ÖSV
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Ahonen, Höllwarth, Malysz und Co. zum Durchklicken
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·Ahonen siegt zum Auftakt in Oberstdorf
Martin Höllwarth als bester Österreicher auf Rang fünf
Janne Ahonen ist nach seinen Siegen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck auf dem besten Weg, als zweiter Springer der Geschichte das Quartett an Tournee-Konkurrenzen zu gewinnen. Nicht nur der bisher einzige Athlet, dem dies gelungen ist, Sven Hannawald, glaubt, dass sich Ahonen das nicht mehr nehmen lässt. Den dritten Tournee-Gesamtsieg wird man Ahonen, der 49,1 Punkte vor Adam Malysz führt und weitere 1,6 Zähler vor Thomas Morgenstern, jedenfalls kaum noch abjagen können.
Am Dreikönigstag wird im zweiten Flutlicht-Springen der Vierschanzen-Tournee überhaupt auf der Paul-Außerleitner-Schanze diese Frage beantwortet. Auch Armin Kogler glaubt fest an den zweiten Tournee-Grand-Slam nach Hannawald vor drei Jahren (2001/02) durch Ahonen. "Ahonen liebt die Schanze in Bischofshofen, sie ist wie auf ihn zugeschnitten. Er wird es schaffen."
ÖSV-Trainer gegen Ahonen
ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner hat da aber etwas dagegen. "Ich bin Optimist. Wir sind in der Lage, ihn zu schlagen. Mir taugt das nicht, wenn jemand von einer anderen Nation alle vier Springen gewinnt. Bischofshofen ist außerdem die Lieblingsschanze von Thomas." Pointner setzt u.a. auf die unstabile Wetterlage, auf den Abschluss-Sprung in Innsbruck von Morgenstern und auch auf die Geschichte.
Morgenstern lauert
"In Bischofshofen haben schon viele Leute eine Tournee verspielt. Er hätte sich's mit Sicherheit verdient, wenn er's schafft, aber ich als Trainer werde alles dran setzen, dass er es ned schafft. Das ist mein Job." Drei Tagessiege, aber keinen Gesamtsieg, das hat es in der 53-jährigen Geschichte bisher vier Mal gegeben: Der Norweger Ingolf Mork (1970/71), der Japaner Yukio Kasaya (1971/72) sowie die beiden Österreicher Karl Schnabl (1974/75) und Toni Innauer (1975/76).
Ähnlich wie Pointner sieht es auch Martin Schmitt, der es allen Kritikern und der deutschen Boulevard-Presse mit Rang sieben als bester Deutscher in Innsbruck gezeigt hat. "Zehn Siege, das ist schon ganz ordentlich", meinte er verschmitzt. "Er ist phänomenal, macht keine Fehler. Aber er hat das mit den vier Siegen sicher im Hinterkopf, da kann normalerweise schon ein Sprung daneben gehen."
Keiner schaffte bisher 12 Siege in einer Saison
Ahonen ist der insgesamt neunte Springer der Geschichte, der die ersten drei Springen gewonnen hat. Mit einem weiteren Erfolg in Bischofshofen könnte er bereits quasi zur Saisonhalbzeit auf elf Weltcuperfolge erhöhen und damit den Rekord von Martin Schmitt und Adam Malysz egalisieren, die jeweils elf Siege innerhalb einer ganzen Saison gefeiert haben. Der 27-jährige Finne wird, wenn er so weitermacht, in dieser WM-Saison also unabhängig vom Ausgang der Tournee wohl fast alle Rekorde purzeln lassen.
Für die Österreicher wäre freilich ein erster Saisonsieg eine Art Befreiung. Mit bisher acht Podestplätzen kratzte das ÖSV-Team schon mehrmals am ersten Siegerscheck, außerdem muss Österreich nun schon fünf Jahre auf einen Sieg bei der Prestige trächtigen Vierschanzen-Tournee warten. Der bisher letzte war 2000 in Bischofshofen durch Andreas Widhölzl. Hoffnung gibt auch der Umstand, dass die WM-Schanze von 1999 die Tournee-Schanze mit den meisten ÖSV-Siegen ist: Insgesamt 15 Erfolge gab es da bereits für Rot-weiß-Rot.
Thomas Morgenstern könnte für den 16. sorgen. "Wie gesagt, es wird ein Kampf um den zweiten Gesamtplatz werden. Der Gesamtsieg ist dem Janne normal nicht mehr zu nehmen." Aber der vierte Tagessieg schon, oder? "Das wäre schön", träumt "Morgi".
(apa)
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