Fataler Fehler: US-Flugzeug bombardierte irrtümlich Haus im Norden des Irak
- Widersprüchliche Angaben über Zahl der Toten
- Besitzer spricht von 14 Toten und fünf Verletzten
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Ein amerikanisches Kampfflugzeug hat am frühen Samstagmorgen irrtümlich ein Haus in der nordirakischen Ortschaft el Aitha südlich von Mosul bombardiert. Das teilten die US-Streitkräfte am Abend mit. Nach amerikanischen Angaben wurden bei dem Bombenabwurf fünf Menschen getötet. Der Besitzer des Hauses, das völlig zerstört wurde, sprach dagegen von 14 Toten und fünf Verletzten.
Ein Vertreter eines US-irakischen Sicherheitszentrums für die Provinz Salaheddin sprach von 13 Toten, darunter vier Frauen und drei Kinder. Alle Opfer gehörten zur selben Familie, sagte der Mann, der nicht genannt werden wollte.
Der Zwischenfall ereignete sich laut der Erklärung der US-Streitkräfte während einer Aktion zur Suche und Gefangennahme eines Führers der Aufständischen. Dabei habe ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 südlich von Mossul eine 250-Kilogramm-Bombe über einem Haus abgeworfen, das eigentlich hätte durchsucht werden sollen. "Das Haus war jedoch nicht das beabsichtigte Ziel des Luftangriffs. Das eigentliche Ziel war ein anderer Ort in der Nähe", hieß es in der Erklärung.
Nach Angaben des Besitzers des zerstörten Hauses, Ali Yussef, ereignete sich der Luftangriff am Morgen gegen 02.30 Uhr. Unmittelbar danach seien US-Soldaten gekommen und hätten die Gegend vier Stunden lang gesperrt. Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP lag das Backsteinhaus völlig in Trümmern. Die US-Streitkräfte äußerten in der Erklärung ihr "tiefes Bedauern über den Verlust möglicherweise Unschuldiger".
In der rund 50 Kilometer entfernten Stadt Mossul ist es in den vergangenen Wochen zu heftigen Kämpfen zwischen Aufständischen und US-Truppen gekommen.(apa/red)
